OL: Aargauer WM-Triumph ist kein Zufall
Drei Aargauer zusammen auf dem Podest: Matthias Kyburz (1), Matthias Merz (2) und Matthias Müller (3) holen sich die Medallien im Sprint. (Keystone)
Die Schweizer haben dem Sprintfinal bei der Heim-WM in Lausanne komplett ihren Stempel aufgedrückt. Der 22-jährige Matthias Kyburz, Biologie-Student aus Möhlin, zeigte einen nahezu perfekten Lauf und lag von der ersten Zwischenzeit an in Führung.
Es ist die erste Gold-Medallie für Kyburz auf WM-Stufe. Noch vor einem Jahr hatte der Aargauer den Qualifikationslauf an den Titelkämpfen gewonnen, war aber im Final bloss 20. geworden.
Ein Traum wird wahr
«Damals hatte ich mich zu sicher gefühlt, war am Start zu wenig aggressiv und wurde plötzlich von allem überrumpelt. Aus diesem Fehler habe ich gelernt», sagte Kyburz nach seinem Sieg am Samstagabend.
«Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Vor ein paar Jahren hatte ich noch nicht einmal daran geglaubt, dass ich mir im starken Schweizer Team an der Heim-WM einen Startplatz erkämpfen werde.»
Auch die Silber- und Bronze-Medallie gehen in den Aargau. Matthias Merz, Bauingenieur aus Aarau, und Matthias Müller, Elektroingenieur aus Oberwil-Lieli, machten den Aargau-Triumph an der OL-WM perfekt.
Aargau fördert OL an den Schulen
Für Nicolas Russi, Pressesprecher des schweizerischen OL-Verbandes, ist es kein Zufall, dass Aargauer zu den Besten Orientierungsläufern gehören. Traditionell gebe es im Aargau viele OL-Vereine, die überdies gut geführt seien und sich stark für den Nachwuchs engagierten.
Zudem werde das Orientierungslaufen auch vom kantonalen Sportamt gefördert, etwa mit dem «School-Cup». «Fast alle Schüler im Aargau kommen irgendeinmal mit diesem Sport in Berührung», erklärt sich Russi die Aargauer Stärke im OL. (sda, jagm)
