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Sonntag, 15.7.2012

Zofingen: Streit um Personalentscheid entbrannt

Die Zofinger Stadtregierung hat den neuen Leiter des Bereichs Soziales ernannt, ohne für diesen Chef-Posten eine öffentliche Ausschreibung vorzunehmen. FDP und SVP kritisieren das Vorgehen scharf. Der Stadtammann kontert, es sei alles richtig zu- und hergegangen.

Die Zofinger Stadtregierung hat den bisherigen Vize-Leiter zum Leiter des Bereichs Soziales ernannt. Auf eine öffentliche Ausschreibung hat sie verzichtet. FDP und SVP kritisieren das Vorheben in einer gemeinsamen Mitteilung scharf.

Bei der Suche nach einem neuen Polizeichef sei der Posten auch öffentlich ausgeschrieben worden, monieren die Parteien. Ausserdem stört sie, dass der neue Leiter des Bereichs Soziales der Lebenspartner einer Stadträtin ist.

Interne Berufung ist zulässig
Die Besetzung des Chef-Postens sei richtig abgelaufen, kontert Stadtammann Hansruedi Hottiger (parteilos) die Vorwürfe. Laut Reglement sei eine interne Berufung zulässig. Gewählt habe man dieses Vorgehen, weil der Personalmarkt zur Zeit ausgetrocknet sei. Es suchten kaum Leute aus dem Bereich Soziales eine Stelle. Eine öffentliche Ausschreibung hätte deshalb nicht viel gebracht, ist Hottiger überzeugt.

Den Personalmarkt zum Austrocknen gebracht haben offenbar die im Kanton Aargau neu eingeführten Familiengerichte. Diese benötigen selber erfahrenes Personal aus dem Bereich Soziales.

Hottiger kontert Filz-Vorwürfe
Die persönliche Beziehung des neuen Leiter Soziales zu einer Stadträtin habe keine Rolle gespielt, sagt Hottiger weiter. Die Stadträtin sei vorschriftsgemäss in den Ausstand getreten, sowohl beim Entscheid, auf eine öffentliche Ausschreibung zu verzichten, als auch bei der konkreten Vergabe des offenen Postens. (jagm)

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