Wahl von Philipp Müller: FDP Aargau «geehrt»
Der neue FDP-Parteipräsident Philipp Mueller während seiner Wahlrede, bei der Delegiertenversammlung der FDP in Bern. (Keystone)
Die FDP-Delegierten feiern den alten Präsidenten und wählen den neuen. Fulvio Pelli wurde als Kämpfer für die Freiheit und «wahrer liberaler Mensch» gewürdigt. Als seinen Nachfolger wählten sie Nationalrat Philipp Müller. Mehr
«Wir fühlen uns geehrt, dass einer der Unsrigen nun Präsident der FDP Schweiz ist», sagt Thierry Burkart, Präsident der FDP Aargau. Er wünscht sich, dass Philipp Müller auch künftig in der Region häufig präsent sein wird: «Die Basis wird einen besseren Kontakt mit dem FDP Schweiz-Präsidenten haben», erhofft sich Burkart.
Angesprochen auf seine Erwartungen an Philipp Müller, sagt Thierry Burkart gegenüber dem Regionaljournal: «Ich habe ihm gesagt, er solle so bleiben wie er ist». Müller sei ein bodenständiger Politiker, der den Geist der FDP sehr gut vertrete.
Müller gilt als bodenständiger Politiker
Müller gehört seit 2003 dem Nationalrat an. Der gelernte Gipser und heutige Generalbauunternehmer aus dem ländlichen Wynental machte zu Beginn seiner Politkarriere auf nationaler Ebene mit dem Thema Ausländerpolitik von sich reden.
Er hatte fast im Alleingang die eidgenössische Volksinitiative «für eine Regelung der Zuwanderung» lanciert. Volk und Stände lehnten im Jahr 2000 das Begehren ab, das den Ausländeranteil in der Schweiz auf 18 Prozent beschränken wollte.
Hardliner bei der Migration
Müller, von 1997 bis 2004 Mitglied des Aargauer Kantonsparlamentes, blieb seinem Kernthema Ausländerpolitik lange treu. Er prägte die FDP-Migrationspolitik mit. Gleichzeitig kämpfte er für den freien Personenverkehr und gegen die Ausschaffungsinitiative der SVP.
Schrittweise gewann Müller Einfluss auf dem nationalen Politparkett - und seine Themenpalette wurde breiter. Ein Standbein Müllers bildet die Wirtschaftspolitik. Er ist ein Verfechter von strengeren Regeln für die Grossbanken und gestaltete die «Too-big-to- fail»-Vorlage und die Weissgeld-Strategie mit.
Vorschusslorbeeren und Herkulesaufgabe
Müller startet mit vielen Vorschusslorbeeren ins stressige FDP-Präsidium. Seine Kandidatur für den Chefposten der FDP Schweiz begründete er einst so: «Wir machen erfolgreiche, konsequente Politik. Aber wir müssen sie den Bürgerinnen und Bürger besser vermitteln.» (porr, sda)
