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Freitag, 10.8.2012

Nicht alle Veranstalter profitieren von Gebührenerlass

Eine neue Regelung für den Erlass von staatlichen Kosten und Gebühren soll mehr Veranstaltungen nach Basel bringen. Von der Regelung profitieren aber nicht alle – auch nicht der angeschlagene Umzug «Jungle Street Groove»

Die Parade des «Basel Tattoo» im 2012. Die Organisatoren mussten Gebühren in der Höhe von 25'000 Franken bezahlen. (Keystone)

7‘000 Franken mehr muss der Verein «Jungle Street Groove» in diesem Jahr für die Aufwendungen der Polizei und andere staatlicher Stellen zahlen. Für die Organisatoren kamen diese Mehrkosten unerwartet und sie bringt die Veranstalter in finanzielle Schwierigkeiten. Vereinspräsident Alain Szerdahelyi schliesst nicht aus, dass der Umzug in diesem Jahr zum letzten Mal stattfindet.

Keine Gebührenreduktion
Auch die neue Regelung für den Erlass von Gebühren, welche die Basler Regierung im Mai bekannt gegeben hat, bringe dem Verein «Jungle Street Groove» laut Szerdahelyi nichts. Die Basler Regierung hatte beschlossen, dass kulturelle Veranstaltungen, die vom Swisslos-Fonds unterstützt werden, keine Gebühren mehr bezahlen müssen. «Weil wir nicht den Anforderungen von Swisslos entsprechen, erhalten wir kein Geld von Swisslos und keine Gebührenreduktion», sagt ein enttäuschter Alain Szerdahelyi.

Anlass darf nicht kommerziell sein
Einen Gebührenerlass in der Höhe von 100 oder 60 Prozent können auch Veranstaltungen beantragen, die nicht von Swisslos unterstützt werden. Die Entscheidung, wer wieviel Gebührenerlass erhält, liegt bei der Basler Allmendverwaltung. André Frauchiger vom Baudepartement erklärt: «Strassen- oder Quartierfester erhalten zum Beispiel eine volle Reduktion, andere wichtige Anlässe können mit einer Teil-Reduktion der Kosten rechnen.» Voraussetzung ist aber auf jeden Fall, dass der Anlass nicht kommerziell ausgerichtet ist, also keine Eintrittsgelder oder Gewinne erwirtschaftet werden.

Kein Mehrweg-System
Eine weitere Auflage für Gebührenreduktion ist gemäss der Regierung auch, dass der Veranstalter ein Mehrweg-System für Getränke und Speisen anbietet. Alain Szerdahelyi: «Weil wir als Umzug keine Getränkesstände haben, haben wir auch keine Mehrwegbecher». Die Organisatoren der «Jungle Street Groove» bleibt als nur noch übrig, sich auf die Suche nach finanziellen Unterstützern zu machen. (ern)

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