Erklärungen zur YB-Misere
YB-CEO Ilja Kaenzig erklärt den Medienschaffenden die Trainer-Entlassung. (SRF)
YB-Trainer Christian Gross gibt zu, Fehler gemacht zu haben. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass er nicht mehr Zeit erhielt, um sein Projekt in Bern weiterzuführen. Dies sagte er am Dienstagnachmittag vor den Medien. «Die Leute wussten, dass ich ein Mann bin, der längerfristig plant», sagte Gross. «Ich bin enttäuscht. Sehr enttäuscht sogar. Meiner Meinung nach wurde das Projekt zu früh gestoppt.» Es sei ihm nicht gelungen, bei YB eine absolute Winner-Mentalität einzupflanzen.
Ilja Kaenzig reagierte auf Druck von aussen
Der CEO der Berner Young Boys, Ilja Kaenzig, sagte vor den Medien: «Wir sind zu weit vom Kurs abgekommen.» Die Resultate und die Tabelle sprachen bei einer Zwischenbilanz nach zehn Monaten nicht für Gross. Umfeld und Fans hätten schon länger negativ auf Gross reagiert. Der Verkauf von Saisonkarten ist rückläufig. Ausserdem seien Sponsoren seien auf Distanz gegangen.
Heinz Schneiter nimmt den Hut
Verwaltungsrat Heinz Schneiter bekundet im Gespräch mit dem Regionaljournal zunehmend Mühe mit dem schnelllebigen Fussballgeschäft. Er habe es zum Beispiel ungeschickt gefunden, dass die YB-Führung den Druck, Titel zu erringen, so stark erhöht habe. Er wünsche sich, dass im Verein nun wieder mehr Ruhe einkehrt.
Heinz Schneiter, der 77-jährige fünffache YB-Schweizermeister genoss über Jahre hinweg vom Trainerstab grosses Vertrauen. Er fungierte mitunter als Bindeglied zwischen Führungsetage, Trainer und Mannschaft. Auf Ende Saision legt er sein Amt bei YB nieder. (sahm, sda)
