Lia Rumantscha will Lehrmittelfrage verschieben
Im Oktober berät das Bündner Kantonsparlament das neue Schulgesetz. Darin sieht die Regierung vor, dass romanische Lehrmittel in Zukunft auch wieder in den 5 Idiomen gedruckt werden. Heute sind die Lehrbücher in der Schriftsprache Rumantsch Grischun verfasst. Beschlossen wurde dies 2003 aus Spargründen.
Seither besteht unter den verschieden Romanisch-Gruppierungen Uneinigkeit über die richtige Lehrmittelsprache. Die Lia Rumantscha möchte nun die Lehrmittelfrage aus dem Schulgesetz herauslösen. Es bestehe sonst die Gefahr, dass das ganze Gesetz an einem Referendum scheitere, sagt Lia-Sprecher Andreas Gabriel. (lorm)
