Schloss Laufen: S-Bahn-Haltestelle soll bleiben
Mit Zug oder ohne? Das Schloss Laufen am Rheinfall (key)
Der Zürcher Kantonsrat will die S-Bahn-Haltestelle beim Schloss Laufen nicht aufgeben. Die geplante Aufhebung der Station sei ein kurzsichtiger Entscheid, der korrigiert werden müsse. Der Regierungsrat muss nun Alternativen aufzeigen.
Im Kantonsrat herrschte Einigkeit von rechts bis links. Mit 163 Stimmen erklärte er einen Vorstoss von SP, FDP und SVP für dringlich - dieser fordert Alternativen zur Aufhebung der S-Bahn-Haltestelle. Das Schloss Laufen gehöre zu den drei wichtigsten Tourismus-Attraktionen der Schweiz, sagte Markus Späth (SP). Es müsse deshalb verhindert werden, dass diese Destination aufs Abstellgleis gestellt werde. Mit der Dringlichkeitserklärung hat der Regierungsrat nun vier Wochen Zeit, um diese geforderten Alternativen aufzuzeigen.
Stocker sucht das Gespräch in Bern
Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker sagte gegenüber Medienvertretern, der Kantonsrat habe mit seinem klaren Entscheid ein «starkes Zeichen gesetzt». Er werde nun zunächst das Bundesamt für Verkehr kontaktieren. «Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden».
Eines ist für Stocker aber klar: Die ursprünglich geplante S-Bahn- Haltestelle auf der Rheinfallbrücke wird sicher nicht gebaut werden. Eine nähere Prüfung habe gezeigt, dass der Anbau eines Stahl-Steges an die bestehende Brücke bautechnisch sehr schwierig und viel zu teuer wäre.
Die Aufhebung der S-Bahn-Haltestelle beim Schloss Laufen ist geplant, weil auf dieser Strecke ab 2015 längere Doppelstockzüge eingesetzt werden. Die Haltestelle Schloss Laufen ist für diese längeren Züge jedoch zu kurz. Zudem ist sie nicht behindertengerecht ausgebaut. (derv/sda)
