BDP-Chef appelliert an «vernünftige» Teile der SVP
BDP-Präsident Hans Grunder. (Keystone)
Er sehe seine Partei in einer neuen Phase, sagte BDP-Präsident Grunder zur Eröffnung der Delegiertenversammlung im sankt-gallischen Ebnat-Kappel. Mit der Wiederwahl von Eveline Widmer-Schlumpf habe man sich als Bundesratspartei etablieren können. Nun freue er sich auf die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien - auch mit Teilen der SVP.
Der BDP-Chef sprach «alle vernünftigen Menschen aus den Reihen der SVP an», von denen es offenbar viele gebe. Denn er habe in den letzten Wochen festgestellt, dass eine grosse Basis der Partei «das Verhalten einzelner Exponenten nicht mehr mittragen». Diese Leute hätten es satt, sich laufend rechtfertigen zu müssen.
Als Beispiel erwähnte Grunder den «Sturz» des ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand. Es habe sich dabei um eine «noch nie dagewesene Kampagne» gehandelt, die für die Schweiz «schlicht unwürdig und schädlich» war. Der Berner Nationalrat warf den SVP-Akteuren im Fall Hildebrand «Doppelmoral» vor. Das Ziel der Kampagne sei es nur gewesen, «einen persönlichen Rachefeldzug» durchzuführen.
Europa und Energiewende
Auch auf die politischen Schwerpunkte, die seine Partei in der neuen Legislatur verfolgen will, kam Grunder zu sprechen. Alarmiert zeigte er sich insbesondere über die Situation in Europa. «In Zusammenarbeit mit der EU müssen deshalb rasch Lösungen erarbeitet werden», sagte Grunder - ohne Details zu nennen. Es gelte auch, die zunehmende Angst der Bevölkerung vor der Personenfreizügigkeit ernst zu nehmen. Dabei sollten jedoch nicht noch mehr Ängste geschürt werden.
Schliesslich wiederholte Grunder das Bekenntnis der BDP zur Energiewende: «Gerade in diesem Projekt haben wir die Möglichkeit, neue zukunftsweisende Arbeitsplätze zu schaffen und damit unserer Jugend eine Perspektive zu bieten.» (bru, sda)
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