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Dienstag, 19.6.2012

Berset will Hausärzte rasch besserstellen

Gesundheitsminister Alain Berset will die Probleme in der Hausarztmedizin mit einem Masterplan angehen. Die Universitäten sollen mehr Hausärzte ausbilden, ausserdem sollen deren Einkommen verbessert werden.

Alain Berset. (Reuters)

Massnahmenpaket für die Hausarzt-Medizin

Gesundheitsminister Alain Berset nimmt das Heft in die Hand: Er will die Hausärzte fördern - mit einem Masterplan. Damit will er die Hausärzte dazu bringen, dass sie ihre Initiative zurückziehen.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Dienstag, 19.6.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Die Hausarztmedizin in der Schweiz soll gestärkt werden. Darin sind sich alle Akteure im Gesundheitswesen einig, auch der Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset. Vor den Medien hat Berset seinen Masterplan zur Stärkung der Hausarztmedizin vorgestellt. Dieser ist auch eine Antwort auf die hängige Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin».

Hausarztmedizin an den Unis fördern

Gemäss Mitteilung des Eidg. Departement des Innern (EDI) sollen mit dem Plan anerkannte Probleme im Bereich der medizinischen Grundversorgung rasch angegangen und gelöst werden. So sollen im Bereich Bildung und Forschung kurzfristig Gelder bereit gestellt werden, um die Hausarztmedizin an den Universitäten zu fördern.

Anpassungen im Bundesgesetz über die universitären Medizinalberufe sollen die Stellung der Hausarztmedizin in Aus- und Weiterbildung verbessern und ihr damit mehr Anerkennung verschaffen.

Zurückbuchstabieren bei den Labortarifen
Im Bereich der Labortarife soll bis Mitte 2013 eine bessere Abgeltung für Schnellanalysen angestrebt werden. Damit wird eine vom früheren Bundesrat Pascal Cochepin durchgeführte Kürzung der Labortarife für Hausärzte teilweise rückgängig gemacht.

Ziel ist hier eine Verbesserung der Einkommen der Hausärzte. Der heute geltende Übergangszuschlag für Praxislabors wird bis Mitte nächsten Jahres verlängert.

Tarmed soll für Hausärzte angepasst werden

Als dritte Massnahme ist eine Gesamtrevision des Ärztetarifs Tarmed geplant. Hier hätten sich die Tarifpartner in Vorgesprächen darauf geeinigt, für die Grundversorger respektive die Hausarztmedizin ein separates Kapitel einzuführen, so das EDI.

Koordiniert werden sollen die Massnahmen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Es soll auch die Umsetzung des Masterplans begleiten. Dieser steht unter Federführung einer Trägerschaft, die von Bundesrat Berset persönlich präsidiert wird. Der Trägerschaft gehören neben dem EDI und der Gesundheitsdirektoren-Konferenz (GDK), die sich die Leitung teilen, unter anderem das Initiativkomitee «Ja zur Hausarztmedizin», die Ärztevereinigung FMH und das BAG an.

Antwort auf Volksinitiative und Gegenvorschlag
Der Masterplan kommt mit seinen konkreten Massnahmen den Forderungen der Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» entgegen, die im April 2010 eingereicht wurde. Sie verlangt unter anderem eine gezielte Förderung der Hausarztmedizin in Bildung und Forschung, bessere Bedingungen bei der Berufsausübung und eine höhere Abgeltung der Leistungen in der Grundversorgung.

Bersets Plan ist auch eine Antwort auf die ersten Beratungen von Initiative und bundesrätlichem Gegenvorschlag im Parlament. Die Initiative wurde im Ständerat abgelehnt, am Gegenvorschlag wurden Anpassungen vorgenommen.

Die zuständige vorberatende Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) entschied sich zudem für eine Doppelstrategie. Grund dafür war der Vorschlag des Gesundheitsministers, die Probleme mit einem Masterplan anzugehen. (pet)

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Montag, 4.6.2012

Ständerat sagt Nein zur Hausarztinitiative

Der Ständerat lehnt die Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» ab. Lieber ist ihm der direkte Gegenvorschlag des Bundesrats, allerdings mit Ergänzungen. Die Idee dahinter: Die Initianten sollen das Volksbegehren zurückziehen.  Mehr


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