Spanien im WM-Taumel
Spanische Fans auf der Plaza de Castillo in Pamplona nach dem 1:0-Sieg gegen Deutschland. (Reuters)
Spaniens Fussballfans feiern. Die größte Party fand vor dem Bernabeu-Stadion in Madrid statt, wo die Menge das 1:0 im Halbfinale gegen Deutschland auf einer riesigen Leinwand verfolgen konnte. Von vielen Balkonen schallten «Ole, Ole, Ole»-Rufe.
«Glücklicher Tag» für Ministerpräsident Zapatero
Auch in anderen Großstädten wie Barcelona und Pamplona feierten Tausende den ersten Einzug Spaniens in ein WM-Finale. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero sprach einem «ungemein glücklichen Tag». Die spanische Elf habe «intelligent, elegant, als Team und mit Leidenschaft» gespielt, sagte er.
Deutschland ernüchtert
Die Hürde Spanien war für das junge deutsche Team wie schon im Europameisterschafts-Finale vor zwei Jahren zu hoch. Charles Puyol erzielte per Kopf das Tor des Abends. «Es tut schon weh, wenn man es in der entscheidenden Situation nicht hinbekommt», sagte Abwehrspieler Per Mertesacker.
Trainer Löw muntert auf
Nach dem Aus im Halbfinale der Weltmeisterschaft hat der deutsche Trainer Joachim Löw an sein Team dennoch ein grosses Lob verteilt. «Gegen Spanien hat es nicht gereicht, aber ich muss der Mannschaft trotzdem ein Kompliment machen», erklärte der Bundestrainer nach der 0:1- Niederlage in Durban.
«Sie hat alles gegeben und getan, hart trainiert. Ich muss versuchen, sie wieder etwas aufzurichten», betonte Löw auch in Richtung des «kleinen Finals» um Platz drei am Samstag gegen Uruguay.
Kein grosser Bahnhof in Berlin
Nach dem verlorenen Semifinale wird es für das Team aber auch bei einem Sieg gegen Uruguay bei der Rückkehr aus Südafrika keinen «grossen Bahnhof» in Berlin geben. Dies bestätigte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff in Durban. (rend, ddp/dpa)
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