EVZ mit Pilotversuch gegen Hooligans
Mit der neuen Zutrittskontrolle sollen nur noch friedliche Matchbesucher ins Stadion gelangen. (Keystone)
Spezielle Geräte lesen den Ausweis und gleichen die Angaben mit der Hooligan-Datenbank Hoogan ab. Ist der Name dort gespeichert, wird der betreffenden Person der Zutritt zum Stadion verweigert, wie der EVZ am Montag mitteilte. Ende Juli waren in Hoogan 1222 Personen erfasst.
Kontrolle auf neue Saison hin
Der EVZ beteiligt sich zusammen mit dem Bundesamt für Polizei fedpol an diesem Anti-Hooligan-Pilotversuch. Ab dem ersten Meisterschaftsspiel - am 13. September gegen Lugano - soll die verschärfte Eingangskontrolle zum Standard gehören, wie Roland Wyss, Leiter Operations & Marketing beim EVZ, sagte. Als Ausweis akzeptiert werden Pässe, Identitätskarten, Ausländerausweise und Schweizer Führerscheine. Die rechtlichen Grundlagen für den Datenaustausch liefert laut Mitteilung das Bundesgesetz über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit. Die Vorgaben des Datenschutzes würden eingehalten: Personendaten von Fans würden «zu keiner Zeit erhoben oder gespeichert».
Tests mit gefälschen Ausweisen
Zwei Versuchsdurchgänge hat der EVZ schon hinter sich. Der erste wurde noch in der letzten Saison durchgeführt, der zweite am vergangenen Samstag vor dem Spiel EVZ gegen Dynamo Minsk. In den Versuchen sei es vor allem um das richtige Verhalten der Sicherheitsleute gegangen, über das sie vorab instruiert worden waren. Als Übung wurden 35 Personen mit gefälschten Ausweisen ausgerüstet, ein paar von ihnen waren in Hoogan registriert.
Die Sicherheitsleute hätten sehr gut reagiert, sagte Wyss. Vor dem EVZ hat das fedpol Pilotversuche bereits mit dem SC Bern und dem FC Thun durchgeführt. Die Datenbank Hoogan erfasst Personen, die sich bei Sportveranstaltungeng gewalttätig verhalten und deshalb ein Stadionverbot oder eine andere Massnahme erhalten haben. (kp/sda)
