Als die Holländer über Bern herrschten
Die Holländer Fans am 17. Juni 2008 vor dem Bundeshaus. (Keystone)
Während der Fussball-Europameisterschaft besuchten rund eine Million Menschen die Public-Viewing-Zonen – die meisten davon Holländer. Die orange Masse, auf den Plätzen, in den Gassen, auf der Kornhausbrücke – diese Bilder sind unvergesslich. «Ich erinnere mich gerne daran» sagt ein Bewohner des Breitenrain-Quartiers. Von seinem Balkon aus verfolgte er die Märsch der Holländer von der Innenstadt durch das Quartier ins Stadion. «Es waren wunderschöne Tage.»
Positive Erinnerungen
«Diese Zeit hat der Stadt gut getan», sagt eine Passantin auf der Kornhausbrücke. «Schade wird sich das nicht so schnell wiederholen.» Der Lärm, der Dreck und der Gestank nach Urin in den Gassen scheinen vergessen.
Als unvergesslich bezeichnet Simon Freiburghaus die Euro 2008. Er organisierte zusammen mit seinem Bruder und drei Freunden das Fancamp an der Sense zwischen Flamatt und Neuenegg. «Die Euro ist eines der markantesten Ereignissen in meinem Leben», sagt der 50-Jährige.
Bilder rund um die Welt
Die Berner schwärmen also noch immer von der Euro – und vor allem von den Holländern. Doch erinnern sich auch die Holländer an diese Tage im Juni 2008? Ja, sagt Saskia Harthoorn. Sie arbeitet seit 12 Jahren auf der Niederländischen Botschaft. «Die Holländer reisen noch lieber in die Schweiz. Gerade Bern ist mit sehr vielen positiven Gefühlen verbunden.» Die Niederlande verwenden für öffentliche Auftritte und diplomatischen Beziehungen noch immer Bilder der Euro 08 von Bern – so gehen Bilder mit Bern und den holländischen Massen noch vier Jahre nach der Meisterschaft um die Welt. (pret)
