Rolls-Royce zahlt für A380-Pannen
Die australische Fluggesellschaft Qantas hat eigenen Angaben zufolge einem Vergleich mit Rolls-Royce zugestimmt. Wie die Fluggesellschaft mitteilt, nahm sie ein Angebot über die Zahlung von 95 Millionen australischen Dollar (umgerechnet rund 85 Millionen Franken) des Triebwerksherstellers an.
Im November war an einem A380-Superjumbo ein Triebwerk kurz nach dem Start in Singapur explodiert. Der Pilot war gezwungen umzudrehen und notzulanden. Als Vorsichtsmassnahme stellte Qantas den Betrieb seiner A380-Flotte vorübergehend ein. Nach Erkenntnissen der Luftsicherheitsbehörden war ein Ölleck im Triebwerk des Herstellers Rolls-Royce die Ursache für die Explosion.
Gerichtsverfahren eingestellt
Im Geschäftsjahr 2010 kosteten Rolls-Royce die Triebwerksprobleme nach eigenen Angaben 56 Millionen Pfund (76 Millionen Franken). Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen noch einige geringe Zusatzkosten. Mit dem Vergleich endet auch das Gerichtsverfahren, das Qantas im vergangenen Dezember vor dem australischen Bundesgericht angestrengt hatte.
Beide Parteien äusserten sich zufrieden über die aussergerichtliche Einigung. «Qantas ist ein wertvoller Kunde und wir sind froh, dass die Angelegenheit nun beigelegt ist», hiess es in einer Stellungnahme von Rolls-Royce. Qantas teilte mit, man sei «zuversichtlich, auf der Basis des Vergleichs die starke Partnerschaft mit Rolls-Royce fortzusetzen.» (ank, sda/dapd)
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