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Montag, 22.2.2010

Uno warnt vor globaler Schrottlawine

Die Welt ertrinkt immer mehr in einer Flut aus Elektroschrott. Die unmittelbaren Kosten tragen die Entwicklungsländer.

Die Vereinten Nationen warnen vor einer anschwellenden Flut von Elektroschrott. Diese werde vor allem die Entwicklungsländer vor immense Umweltprobleme stellen, heisst es in einem Bericht des Uno-Umweltprogramms (Unep).

Wachstum hat seinen Preis
Am meisten Elektroschrott fällt vorderhand nach wie vor in den USA an, insgesamt drei Millionen Tonnen pro Jahr. Doch die USA wird seine wenig ruhmreiche Spitzenposition schon bald abgeben müssen.

In China wird sich der Müll aus ausgedienten Computern, Handys oder Fernsehern, der derzeit bei jährlich 2,3 Millionen Tonnen liegt, bis 2020 voraussichtlich vervierfachen.

«Mülldeponie» Afrika
«Die Welle wird zurückschlagen», warnte Unep-Chef Achim Steiner und prophezeite vor allem den Drittweltländern ein düsteres Los. Sie könnten zu eigentlichen «Mülldeponien» verkommen.

Schon jetzt werden kaputte Computer aus Europa und den USA in Afrika entsorgt. Deklariert freilich werden sie als Spenden.

Gefahr für Gesundheit
Der toxische Elektroschrott wird gemäss Steiner am Rande von Slums deponiert und kann dort zu einer Gefahr für die Gesundheit der Menschen werden.

Die Welt ist nach dem Uno-Bericht nur unzureichend auf die E-Schrott-Explosion vorbereitet. Die UNEP fordert deswegen Regeln für das Sammeln und Entsorgen von Technikmüll.

Den Entwicklungsländern müssten demnach Technologien an die Hand gegeben werden, um den Schrott so entsorgen zu können, dass er Umwelt und Menschen nicht schade. (haem, ddp)

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