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Mittwoch, 9.5.2012

Ausländische Gäste meiden Schweizer Hotels

Trotz guten Schneeverhältnissen in den Alpen ist im März die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels massiv eingebrochen. Vor allem ausländische Gäste blieben weg: Es kamen 12 Prozent weniger.

Schweizer Hotels spüren die Euro-Krise. (Archiv Keystone)

Der Tourismus leidet unter der Frankenstärke: Die Zahl der Übernachtungen ist im März um über 8 Prozent gesunken. Besonders stark war dabei der Rückgang bei den ausländischen Gästen. Hier gingen die Logiernächte um 12 Prozent auf 1,7 Millionen zurück. Ausgeblieben sind vor allem Deutsche, Belgier und Niederländer.

Insgesamt wurden im März 3,1 Millionen Logiernächte in der Schweiz gezählt. Davon generierten die inländischen Gäste 1,4 Millionen, wie das Bundesamtes für Statistik (BFS) mitteilte. Bei den einheimischen Gästen wurde ein Rückgang um 2,5 Prozent festgestellt.

Wirtschaftskrise
Trotz guter Schneeverhältnisse seien die Touristen nicht vermehrt in die Schweiz gereist. Zu sehr drückten der starke Franken und die weltweite Wirtschaftskrise auf das Tourismusgeschäft, klagt der Branchenverband GastroSuisse.

Als gravierend bezeichnet GastroSuisse-Direktor Bernhard Kuster die Situation. Die Geschäftslage der Hotels habe sich weiter verschlechtert. Für die nahe Zukunft würden 94 Prozent der Betriebe eine gleichbleibende oder sinkende Nachfrage erwarten. Negative Auswirkungen auf die Beschäftigung seien zu befürchten.

Russen und Asiaten
Während die Gäste aus Europa fern blieben, kamen die Russen. Sie verzeichnen ein Plus von 5,5 Prozent. Die Nachfrage aus Asien erhöhte sich um 13 Prozent, dabei legte China um 30 Prozent zu und wies das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

Unter den Tourismusregionen verzeichneten die Berggebiete die grössten Rückgänge: Graubünden erlitt im März die deutlichste absolute Abnahme mit 17 Prozent. Das Tessin hingegen legte um 4,6 Prozent oder 5900 Einheiten zu.

Auch im Quartal rückgängig
Kumuliert von Januar bis März gingen die Übernachtungen in der Schweizer Hotellerie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent zurück. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang bei den ausländischen Gästen mit 8,4 Prozent. Bei den Gästen aus dem Inland liegen diese Zahlen hingegen noch mit 1,9 Prozent im Plus. (fors;ank, sda)

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