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Freitag, 27.4.2012

Gazprom streicht Milliardengewinn ein

Gazprom, der weltweit grösste Erdgasproduzent, hat im vergangenen Jahr mehr Gas zu höheren Preisen verkauft. Das schlägt sich in der Konzernbilanz nieder: Der russische Energieriese verdiente netto rund 42 Milliarden Franken.

Gazprom-Zentrale in Moskau: Umsatz und Gewinn sind 2011 deutlich gestiegen. (Keystone)

Höhere Gaspreise und mehr Absatz haben dem russischen Energieriesen Gazprom im vergangenen Jahr einen satten Gewinnzuwachs verschafft. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Nettogewinn um mehr als ein Drittel auf 1342,4 Milliarden Rubel (rund 42 Milliarden Franken) zu. Der Umsatz wuchs ebenfalls um fast ein Drittel auf 4637 Milliarden Rubel.

Insgesamt verkaufte Gazprom im vergangenen Jahr 519 Milliarden Kubikmeter Gas, knapp fünf Prozent mehr als im Jahr davor und zu deutlich höheren Preisen als noch im Vorjahr. Ausländische Kunden mussten deutlich tiefer in die Tasche greifen als jene im Inland. Der durchschnittliche Preis ausserhalb Russlands lag bei umgerechnet rund 350 Franken je 1000 Kubikmeter Gas und damit mehr als vier Mal so hoch wie in Russland selbst.

Kontrolle über gut ein Viertel aller Gasreserven
Schon 2010 hatte Gazprom einen Rekordgewinn von knapp 29 Milliarden Franken  eingestrichen. Dieser machte das schlechte Ergebnis von 2009 vergessen, als das Unternehmen hart von der Wirtschaftskrise und der in Folge sinkenden Nachfrage getroffen worden war.

Die Gazprom-Strukturen stammen noch aus der Zeit der Sowjetunion. Er kontrolliert mehr als ein Viertel der weltweiten Gasreserven und erwirtschaftet rund ein Achtel des russischen Bruttoinlandsprodukts. Ein Viertel des europäischen Gasverbrauchs wird durch Gazprom gedeckt. Der Konzern gehört zu knapp mehr als 50 Prozent dem russischen Staat. (ank, dpa/sda/afp)

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