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  • Wirtschaft:

Samstag, 28.4.2012

Serono-Angestellte organisieren sich

Nach dem Schock über die Schliessung von Merck Serono wollen die Mitarbeitenden nun handeln. An einer Veranstaltung der Gewerkschaft Unia in Genf haben sich Angestellte des Pharma-Multis erstmals versammelt.

Rund 400 Angestellte nahmen an einer Veranstaltung der Unia teil. (Keystone)

Jacques Pilet, Publizist

Der Schock sitzt noch immer tief: Der deutsche Pharmakonzern Merck schliesst seinen Genfer Sitz. 1‘250 Stellen fallen weg, die Ära von Serono in Genf geht zu Ende. Was heisst das für die Genfersee-Region, die in den letzten Jahren wirtschaftlich vor allem auf der Sonnenseite stand? Der Publizist Jacques Pilet, das einstige Sprachrohr der Romandie, ist Gast von Eveline Kobler in der Samstagsrundschau.  Mehr

Samstagsrundschau vom Samstag, 28.4.2012, 11.30 Uhr, DRS 1

Fast 400 Personen haben am Freitagabend an der Personalversammlung des Westschweizer Biotechunternehmens Merck Serono teilgenommen. Einstimmig wählten sie eine 13-köpfige Personalvertretung, die mit Merck Serono verhandeln soll.

Die sieben Frauen und sechs Männer dieser Personalvertretung sollen die Arbeit strukturieren und an der Seite der Gewerkschaft Unia mit der Merck-Serono-Führung verhandeln. Organisiert worden war das Treffen von Unia, welche die Mitarbeiter nach der Massenentlassung über ihre Rechte informieren wollte.

Verhandlungen sind Pflicht
Merck Serono ist rechtlich gezwungen, mit der Personalvertretung zu verhandeln. Bis anhin wurde lediglich ein schriftliches Konsultationsverfahren eröffnet, an dem die Angestellten individuell bis am 16. Mai teilnehmen können.

Unia will nun erst einmal mit der Merck-Serono-Führung über eine Verlängerung der Konsultationsverfahrens sprechen.

Am Dienstag hatte das deutsche Pharma- und Chemieunternehmen Merck bekannt gegeben, dass es die Zentrale seiner Schweizer Pharmatochter Merck Serono in Genf schliessen wird. In der Rhonestadt gehen so über 1250 Arbeitsplätze verloren. Auf 500 Stellen will Merck fortan ganz verzichten, die übrigen Stellen werden nach Deutschland, in die USA und nach China verlagert.

Arbeiter nur schlecht organisiert
Die Massenentlassung sei eine Katastrophe, sagte Alessandro Pelizzari, Generalsekretär der Unia Genf, zu Beginn der Informationsveranstaltung. Gemäss Einschätzung des Gewerkschafters sind die Angestellten von Merck Serono nur sehr schwach gewerkschaftlich organisiert.

Bis zur Massenentlassung sei das Interesse der Angestellten, mehrheitlich Mitarbeiter des Hauptsitzes und Forscher, gering gewesen, sagte der Gewerkschafter. Das Unternehmen habe auch nie mit Sozialpartnern verhandeln wollen.  (luek, sda)

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Dienstag, 24.4.2012

Merck Serono schliesst Genfer Hauptstandort

Der deutsche Chemiekonzern Merck schliesst das Genfer Hauptquartier seines Pharmaablegers Merck Serono. Insgesamt fallen in der Westschweiz über 1300 Stellen weg. Der Branchenverband Interpharma bedauert den Entscheid als Rückschlag für die Forschung.  Mehr


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