Waffenruhe im Gazastreifen
Palästinenser und Isrelis bestätigen Waffenruhe im Gazastreifen.
Nach tagelanger Gewalt ist es Ägypten gelungen, zwischen Israel und Palästinensern eine Waffenruhe zu vermitteln. Radikale Palästinenser im Gazastreifen und Israel bestätigten die Vereinbarung.
Diese sei von Ägypten eingefädelt worden, sagte ein Sprecher der militanten Palästinenser-Organisation Islamischer Dschihad. Die Waffenruhe gelte seit Dienstag früh. Auch der israelische Minister für Zivilschutz bestätigte indirekt eine entsprechende Übereinkunft. «Es scheint, diese Runde der Gewalt liegt hinter uns», sagte er im israelischen Radio. Über neue Angriffe wurde zunächst nichts bekannt.
Blutiger Schlagabtausch
Beide Seiten hatten sich seit Freitag einen blutigen Schlagabtausch geliefert, nachdem Israel den Chef der radikalen Palästinensergruppe «Volks-Widerstandskomitee» im Gazastreifen bei einem gezielten Angriff mit zwei Raketen getötet hatte. Kesi habe einen Terroranschlag gegen Israel geplant.
Militante Palästinenser beschossen Israel daraufhin mit Raketen und Mörsergranaten. Mehrere Menschen wurden verletzt. Israel reagierte mit etwa 40 gezielten Luftangriffen, bei denen bis Montagabend nach palästinensischen Angaben insgesamt 23 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt wurden. Bei fast allen Opfern handelte es sich auch nach palästinensischen Angaben um Mitglieder militanter Gruppen. (fors, sda/dpa)
Mehr zu den Stichwörtern:
