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Dienstag, 1.5.2012

Kämpfe in Mali gehen weiter

Zwischen Soldaten der bisherigen Militärjunta und Mitgliedern der Präsidentengarde in Mali ist es zu Schiessereien gekommen. Gemäss Augenzeugen wurden mehrere Menschen getötet. Über die genaue Zahl der Opfer gab es zunächst keine Angaben.

In Mali wird weitergekämpft. (Keystone Archiv)

Karte: Westafrika

Gut einen Monat nach dem Militärputsch in Mali haben sich in der Hauptstadt Bamako rivalisierende Soldatengruppen am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag heftige Gefechte geliefert.

Zu den Feuergefechten kam es, als Soldaten der früheren Junta den ehemaligen Stabschef des gestürzten Präsidenten Amadou Toumani Touré und Verantwortlichen für die Präsidentengarde, Abidine Guindo, festnehmen wollten. Die «Roten Barette», wie die Präsidentengarde genannt wird, hätten sich der der Festnahme widersetzt, berichteten Augenzeugen.

Der US-Botschaft zufolge waren Schüsse auch in der Nähe des Gebäudes der Rundfunk- und Fernsehgesellschaft ORTM zu hören. Das Gebäude ist seit dem Militärputsch vom 22. März gegen Präsident Touré von der Armee besetzt.

Während es in Bamako am späten Montagabend ruhiger wurde, gab es in der Nacht in der 15 Kilometer ausserhalb gelegenen Garnisonsstadt Kati weiter Gefechte. Dort befindet sich eine Kaserne, die der Ex- Junta als Hauptquartier dient. Mitglieder der Präsidentengarde blockierten nach Angaben aus verschiedenen Quellen die Strasse zwischen Bamako und dem Militärstützpunkt in Kati.

Unklare Situation am Flughafen
Der Anführer der Putschisten, Amadou Sanogo, erklärte am Dienstagmorgen, er habe die Lage im Griff. Der Flughafen von Bamako, der Sitz von ORTM und das Militärlager in Kati seien unter seiner Kontrolle, hiess es in einer auf dem Laufband im Fernsehen gezeigten Mitteilung.

Zuvor hatte ein Sprecher der ehemaligen Junta mitgeteilt, Anhänger Tourés hätten zu einem Gegenputsch angesetzt und versucht, den Flughafen einzunehmen, um Truppen aus der Region einzufliegen. Sie hätten Unterstützung von Söldnern aus anderen westafrikanischen Ländern.

Ein für Dienstag geplantes Treffen von Vertretern der Ex-Junta mit dem in der Krise vermittelnden Präsidenten von Burkina Faso, Blaise Compaoré, wurde offenbar abgesagt. Die Delegation der Ex- Junta werde nicht nach Ouagadougou kommen, weil das Linienflugzeug, mit dem sie reisen sollten, nicht in Bamako landen konnte, hiess es aus Teilnehmerkreisen.

Putschisten lehnen Ecowas-Truppen ab
Der malischen Übergangsregierung unter Interimsministerpräsident Cheick Modibo Diarra gehören unter anderem drei Vertreter des Militärs an. Sie soll Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vorbereiten.

Der Putschistenführer Sanogo, der die Macht Anfang April wieder abgab, hatte am Samstag die Entsendung von Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) nach Mali abgelehnt.

Sanogo wies auch die Forderung der Ecowas nach einer Begrenzung der politischen Übergangszeit auf zwölf Monate zurück. Beides hatte die Ecowas auf ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag in Abidjan beschlossen.

Sanogo erklärte, Übergangspräsident Dioncounda Traoré werde nach 40 Tagen wieder abtreten, damit er dann selbst erneut «die Verantwortung» übernehmen könne. Das Militär signalisiert damit, dass es sich von den Übergangsorganen nicht an den Rand drängen lassen will. (basn, sda/afp/dapd/dpa/reuters)

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Samstag, 7.4.2012

Malis Militärjunta stimmt Machtübergabe zu

Malis Militärjunta hat sich mit der Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS auf ein Abkommen zur Machtübergabe geeinigt. Parlamentspräsident Traore soll Interimspräsident werden. Eine Amnestie für die Putschisten unter ihrem Führer Sanogo und freie Wahlen sind geplant.  Mehr


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