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Film-Tipp: Spiel mir das Lied von Bully

Michael Bully Herbig verulkte schon Pop-Ikonen wie Winnetou und Mister Spock. In «Die Geschichte vom Brandner Kaspar» ist nun der Sensemann an der Reihe.

Michael Bully Herbig als Tod (Rialto Film)

Der Anfang gleicht einem bayrischen Heimatfilm: Der Brandner Kaspar (Franz-Xaver Kroetz), ein verwitweter Büchsenmacher, lebt in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit seiner Enkelin Nannerl (Lisa Potthoff) in den Bergen am Schliersee. Mit dem jungen Toni (Peter Ketnath), der Nannerl den Hof macht, bessert er sein schmales Einkommen durch Wilderei auf.

Doch dann verwandelt sich der vermeintliche Heimatfilm in eine schwarze Fantasy-Komödie: Kurz vor Kaspars siebzigsten Geburtstag besucht ihn nämlich der Tod (Michael Bully Herbig) und will ihn mitnehmen. Doch Kaspar macht den ungebetenen Gast mit Kirschgeist betrunken, betrügt ihn beim Kartenspielen und schindet so weitere 21 Lebensjahre heraus. Bald merkt er aber, dass die gewonnenen Lebensjahre auch ihre Schattenseiten haben.

Die Neuverfilmung der bayrischen Legende überrascht als Märchen für Erwachsene mit hinterfotzigem Humor. Gelegentlich blitzen auch die philosophischen Zwischentöne der Vorlage auf. Und Michael Bully Herbig glänzt als Sensemann oder «Boanlkramer», wie er in Bayern genannt wird. Besonders köstlich: Sogar im Himmel reden alle Bayrisch.

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DRS 3-Filmredaktor Reto Baer: «Erfrischend, dass Bully mal keinen Schwulen spielt»
Hören (3:46)

Trailer Die Geschichte vom Brandner Kaspar



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