SendetermineWissen aktuell vom Samstag, 30.6.2012, 16.12 Uhr, DRS 1
Samstag, 30.6.2012, 16.12-16.17 Uhr, Radio SRF 1
Samstag, 30.6.2012, 17.15-17.20 Uhr, Radio SRF Podcast
Weniger Tiere in Tierversuchen
Bei fast 80% der eingesetzten Tiere handelte es sich um Labornagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. (colourbox)
Ganze Sendung
«Der Druck der Öffentlichkeit ist ein Grund dafür, dass es immer weniger Tierversuche gibt», sagt Regula Kennel vom Bundesamt für Veterinärwesen. «Die Forscher sind immer mehr gefordert, alternative Testmethoden zu entwickeln.»
Um ein Tierversuch durchführen zu können, müssen Forscher belegen, dass die Vorteile, welche die Gesellschaft aus den Tierversuchen zieht, die Nachteile, welche die Tier durch die Versuche erleiden, klar überwiegen.
Zudem müssen sie aufzeigen, dass keine Alternativmethoden bekannt sind. Kontrollorgane sind die kantonalen Bewilligungsbehörden und das Bundesamt für Veterinärwesen.
Ganz ohne Tierversuche?
Tierversuche werden heute vor allem durchgeführt, wenn ein ganzer Organismus dafür gebraucht wird. Wie zum Beispiel in der Neurologie oder der Immunologie.
Wenn die Zahl der Tierversuche immer weiter zurückgeht, stellt sich automatisch die Frage: Ob es schon bald keine Tierversuche mehr geben wird. «Komplett auf Tierversuche zu verzichten, ist kaum möglich. Unser Ziel ist es, die Zahl weiter zu reduzieren», heisst es beim Bundesamt für Veterinärwesen.
