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Montag, 13.2.2012

Ökonomisierung der Medizin

Die Krankenkassenprämien steigen Jahr für Jahr. Oder anders formuliert: Unser Gesundheitssystem wird immer teurer. Gleichzeitig scheint aber der ungehinderte Zugang zu sämtlichen Angeboten der modernen Medizin heute für Jedermann selbstverständlich zu sein. Kann man diese Entwicklung bremsen, ohne schlechtere Medizin zu betreiben?

Physiotherapeutin mit Patientin: Wie wird die Ökonomisierung der Medizin ihre Arbeit verändern? (Keystone)

Gleiche Qualität zu tieferen Kosten? Politiker und Ökonomen glauben, eine Lösung für dieses Dilemma gefunden zu haben: Man müsse nur die richtigen wirtschaftlichen Anreize schaffen für eine sparsamere Medizin. Ein solches Anreizsystem wurde mit der Fallpauschale soeben flächendeckend in der Schweiz eingeführt. Gegen ein weiteres («Managed Care») haben Ärzte vor wenigen Wochen das Referendum ergriffen.

Im Rahmen des Themenmorgens «Ökonomisierung der Medizin» versucht DRS 2 zu erörten, was die Vor- und Nachteile solcher Anreizsysteme sind und ob sich die Medizin überhaupt durch wirtschaftlichen Druck leiten lassen darf. Es diskutieren die Ethikerin Tanja Krones, der Gesundheitsökonom Peter Zweifel und der Arzt René Haldemann.

Pascal Biber

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Kontext vom Mittwoch, 15.2.2012, 09.06 Uhr, DRS 2

Die Ökonomisierung der Medizin

Unser Gesundheitssystem wird immer teurer. Wie kann man diese Entwicklung bremsen, ohne schlechtere Medizin zu betreiben? Mit wirtschaftlichen Anreizen zum Beispiel. Ein solches Anreizsystem wurde eben flächendeckend in der Schweiz eingeführt: Die Fallpauschale. Ein anderes soll folgen: Managed Care.   Mehr

Hören (98:19)Download (MP3, 45.5MB)


Kontext vom Donnerstag, 16.2.2012, 09.06 Uhr, DRS 2

Medizin - nur teuer oder auch nützlich?

Nicht alles, was in der Medizin gemacht wird, bringt dem Patienten einen eindeutigen Nutzen. Umstritten sind etwa gewisse Krebsmedikamente oder die Früherkennung von Prostatakrebs. In Deutschland oder England wachen unabhängige Institute über den Nutzen - und die Kosten - medizinischer Massnahmen.   Mehr

Hören (27:03)Download (MP3, 12.9MB)


Kontext vom Mittwoch, 15.2.2012, 09.06 Uhr, DRS 2

Spital Thun: Pionier in Sachen Fallpauschalen

Mit den Fallpauschalen will man einen Anreiz schaffen, Patienten nicht länger als nötig im Spital zu behalten. Die Spitäler werden nicht mehr nach Patienten-Tagen bezahlt, sondern nach ihrer jeweiligen Diagnose. Solche Fallpauschalen hat das Spital Thun als Pionier bereits vor Jahren eingeführt - mit guten Erfahrungen.


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  • Hören (9:12)

Kontext vom Mittwoch, 15.2.2012, 09.06 Uhr, DRS 2

Flucht vor dem System Fallpauschale

Deutschland führt das System Fallpauschale schon seit rund zehn Jahren. Verina Wild, heute Oberassistentin am Institut für Biomedizinische Ethik der Universität Zürich, hat ihre ärztliche Karriere in Deutschland in diesem System begonnen - und damit keine besonders guten Erfahrungen gemacht. Heute sieht sie die Sache etwas differenzierter.


    • Mehr
  • Hören (6:26)

Kontext vom Mittwoch, 15.2.2012, 09.06 Uhr, DRS 2

Managed Care: Schützenhilfe von unerwarteter Seite

Qualität und Kosten müssen sich nicht widersprechen: Mit der Stiftung für Patientensicherheit kommt für Managed Care Schützenhilfe von unerwarteter Seite. Dieter Conen, der Präsident der Stiftung, erhofft sich durch das Anreizsystem Managed Care auch Vorteile auf der Qualitätsseite.


    • Mehr
  • Hören (4:55)

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Meinungen aus dem Netzforum

Die zahlreichen Statements von Hörerinnen und Hörern zum Thema «Ökonomisierung der Medizin» finden Sie hier zum Nachlesen:

Chat-Protokoll des Netzforums vom 15.2.2012

Fallpauschale im Spital: Was bringt sie den Patienten?

Viele haben davor gezittert, nun ist sie seit dem 1. Januar 2012 da: die Fallpauschale, die feste Entschädigung pro Spitalfall. Sie soll u.a. Behandlungen in der ganzen Schweiz vergleichbar machen und die «Liegedauer» der Patienten verkürzen. «Werde ich nun, kaum operiert, wieder nach Hause geschickt?», fragen sich Patienten.  Mehr

Doppelpunkt vom Dienstag, 17.1.2012, 20.03 Uhr, DRS 1

Fallpauschale in Kürze

Seit Anfang Januar müssen die Schweizer Spitäler so genannte Fallpauschalen verwenden, um ihre Behandlungen zu verrechnen. Es sind Pauschalen, die die Spitäler für bestimmte medizinische Leistungen erhalten. Dieses System soll helfen, die Kosten im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen.

100 Sekunden Wissen vom Montag, 30.1.2012, 07.00 Uhr, DRS 2

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