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Freitag, 20.7.2012

Uno-Beobachter bleiben in Syrien

Im syrischen Bürgerkrieg steigt die Zahl der Toten dramatisch. In den vergangen 24 Stunden sollen mehr als 400 Menschen getötet worden sein. Viele Offiziere flüchten in die Türkei. Die Uno verlängert ihre Beobachtermission.

Immer mehr syrische Soldaten fliehen in die Türkei. (Reuters Archiv)

Zehntausende aus Syrien geflüchtet

Beitrag aus Echo der Zeit vom Freitag, 20.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

«Jemen-Lösung» für Syrien?

Beitrag aus Echo der Zeit vom Freitag, 20.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Die syrische Staatsmacht verliert im eskalierenden Bürgerkrieg offensichtlich immer mehr die Kontrolle. Selbst im Zentrum der Hauptstadt Damaskus liefern sich bewaffnete Oppositionsanhänger Gefechte mit Einheiten des Regimes. Rebellen überrannten nach eigenen Angaben drei Grenzposten zur Türkei.

Uno-Beobachter bleiben
Der Uno-Sicherheitsrat hat einstimmig die Beobachtermission in Syrien um 30 Tage verlängert. Auch Russland und China stimmten zu. Der Einsatz umfasst bis zu 300 unbewaffnete Militärbeobachter, die vor allem die Einhaltung eines Waffenstillstands überwachen sollen. Dieser wird allerdings weder von der Regierung noch den Rebellen eingehalten.

Offiziere flüchten über die Grenze
In Syrien löst sich die reguläre Armee nach dem blutigen Schlag gegen den innersten Machtzirkel vom Mittwoch laut Opposition immer weiter auf. Schätzungen von Regimegegnern, wonach inzwischen ein Drittel der Soldaten desertiert sein soll, liessen sich von unabhängiger Seite nicht bestätigen.

Laut türkischen Medien sind insgesamt 22 syrische Generäle und zahlreiche weitere Offiziere in die Türkei geflohen. Laut türkischen Behörden wurden insgesamt 43'000 Flüchtlinge aus Syrien registriert. Sie sind in Zeltstädten und Containerlagern untergebracht.

Zahlreiche Tote in Syrien
Aus Damaskus und weiteren Städten werden heftige Kämpfe gemeldet. Laut Aktivisten wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 400 Menschen getötet. Eine unabhängige Berichterstattung aus Syrien ist nur sehr schwer möglich. (bat, dpa/reuers)

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