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Mittwoch, 23.5.2012

Mitarbeiterinnen eines Schweizer Hilfswerks entführt

Im Nordosten Afghanistans haben Unbekannte mehrere Entwicklungshelfer entführt. Unter ihnen sollen auch zwei Mitarbeiterinnen der Schweizer Hilfsorganisation Medair sein - woher sie genau kommen, ist bislang noch nicht bekannt.
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Unbekannte haben in der nordostafghanischen Provinz Badachschan fünf Entwicklungshelfer entführt. Darunter sollen zwei Mitarbeiterinnen der Schweizer Hilfsorganisation Medair sein - angeblich eine Europäerin und eine Afrikanerin. Angaben zur Staatsangehörigkeit machten die Behörden nicht. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich bei den Entführten um zwei Ärztinnen und ihre Übersetzer.

Die Behörden vermuten offenbar einen kriminellen und keinen politischen Hintergrund. In der Gegend operierten Banden, die auf Lösegeld aus seien, sagte der Sprecher der Provinzregierung. Er glaube nicht, dass die Taliban in die Tat verwickelt seien. Tatsächlich gilt die Gegend nicht als Hochburg der radikalen Islamisten.

Medair seit 1996 in Afghanistan
Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Frauen vom Distrikt Yaftal zum Distrikt Raghestan unterwegs, als Bewaffnete sie stoppten und sie verschleppten. Offenbar hatten die Frauen die lokalen Sicherheitsbehörden nicht über ihre Fahrt informiert.

Medair hat ihren Hauptsitz in Ecublens im Kanton Waadt und ist nach eigenen Angaben seit 1996 in Afghanistan tätig. Derzeit arbeiteten 15 internationale und 175 einheimische Mitarbeiter für das Hilfswerk, heisst es auf der Homepage. Ziel sei, «den hilfsbedürftigen Menschen in den abgelegenen Regionen des Landes zur Seite zu stehen und den armen, von den Konflikten betroffenen Menschen vor Ort zu helfen.» (ank, sda/dpa)

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