Parlament in Kabul billigt Partnerschaft mit USA
- Freitag, 26.10.2012: Blutiger Beginn des Opferfestes
- Mittwoch, 10.10.2012: Nato plant neuen Afghanistan-Einsatz
- Dienstag, 25.9.2012: Drohnen «terrorisieren» Menschen in Pakistan
- Freitag, 21.9.2012: USA ziehen ein Drittel ihrer Soldaten ab
- Dienstag, 18.9.2012: Nato schult afghanische Sicherheitskräfte nicht mehr
- Sonntag, 2.9.2012: Tote bei Anschlag auf Nato-Basis
Das Parlament in Kabul hat das Abkommen über eine strategische Partnerschaft mit den USA mit Mehrheit gebilligt. US-Präsident Barack Obama und der afghanische Präsident Hamid Karzai hatten das Papier bereits Anfang des Monats unterzeichnet. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 für zehn Jahre.
Einmischung von Iran und Pakistan?
«Wir haben abgestimmt und das Dokument gebilligt», sagte die Abgeordnete Shakiba Hashimi. «Wir und die Menschen in Afghanistan waren frustriert wegen der Einmischung aus Pakistan und dem Iran in unsere nationalen Angelegenheiten. Also haben wir entschieden, es zu billigen.» Ein anderer Abgeordneter nannte das Abkommen dagegen «mysteriös und mehrdeutig».
Lokale Medien hatten in den vergangenen Wochen berichtet, dass Vertreter aus Pakistan und dem Iran versucht hätten, Einfluss auf afghanische Politiker zu nehmen und sie dazu zu bringen, das Abkommen abzulehnen. Sowohl der Iran als auch Pakistan wiesen die Berichte zurück.
US-Soldaten bleiben vor Ort
Das Abkommen sieht vor, auch nach dem offiziellen Abzug weiter US-Soldaten am Hindukusch zu belassen. Dies ist nach Angaben der US-Regierung auch wichtig, um die «Überbleibsel» des Terrornetzwerkes al-Qaida in dem Land zu bekämpfen. Konkrete Truppenstärken werden nicht genannt. Auch die Höhe der finanziellen Unterstützung an Afghanistan blieb offen. (luek, dpa)
Mehr zum Stichwort:
