Streit um Falklandinseln spitzt sich zu
Cristina Kirchner will im Falklandstreit die Uno einschalten. (Reuters)
Der Streit zwischen Argentinien und Grossbritannien um die Falklandinseln spitzt sich wieder zu, nachdem London moderne Kriegsschiffe in die Region entsandt hat. Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner wirft Grossbritannien vor, den südlichen Atlantik zu militarisieren.
Kirchner wendet sich an die Uno
Ihr Land werde dagegen bei den Vereinten Nationen Protest einlegen, sagte sie in Buenos Aires. Sie habe Aussenminister Héctor Timerman angewiesen, entsprechende Beschwerden im Weltsicherheitsrat und in der Generalversammlung der Uno vorzulegen.
Die Entsendung moderner britischer Kriegsschiffe zu den Falklandinseln stelle ein «grosses Risiko für die internationale Sicherheit» dar, sagte Kirchner.
Prinz William sorgt für Unmut
Die Regierung in London hatte die Verlegung der «HMS Dauntless», eines ihrer modernsten Kriegsschiffe, in die Gewässer um die Falklandinseln angekündigt. Nach britischen Medienberichten wurde auch ein Atom-U-Boot dorthin entsandt.
Zuletzt hatte auch der Einsatz von Prinz William, dem Enkel der Queen, auf den Falklandinseln für weitere Verstimmung gesorgt. Während es sich dabei nach Angaben der Regierung in London um einen normalen Vorgang für Hubschrauberpiloten der Rettungsstaffel innerhalb der Royal Airforce handelt, sieht man in Buenos Aires hinter der Entsendung seiner Königlichen Hoheit eine Provokation.
Rennen um Rohstoffe
Streit gibt es auch um britische Ölbohrungen vor der Küste der Inseln und um die Fischbestände. «Die grossen Schlachten des 21. Jahrhunderts werden um die Naturressourcen gehen», sagte Kirchner.
Argentinien erhebt Anspruch auf die Inselgruppe vor der südamerikanischen Küste, die seit 1833 britisch ist. Vor 30 Jahren hatten beide Länder einen Krieg um die Inseln geführt, bei dem fast 1000 Menschen ums Leben kamen. (bat, dpa/reuters)
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