Samaras: «Wirtschaft erholt sich erst 2014»
Der griechische Regierungschef, Antonis Samaras, redet vor Abgeordneten und geht davon aus, dass sich die griechische Wirtschaft frühestens 2014 erholen wird. (Keystone)
«Wir werden in diesem Jahr damit beginnen, die Rezession einzudämmen und Anfang 2014 werden wir eine Erholung erreichen», so der Regierungschef Antonis Samaras. Griechenland kämpft das fünfte Jahr in Folge mit einer Rezession und macht den unerwartet starken Konjunktureinbruch für das Verfehlen der Haushaltsziele mitverantwortlich.
Die wirtschaftliche Lage Griechenlands wird auch Thema bei einem Treffen von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit Samaras in Athen sein. Nach Angaben eines Kommissionssprechers findet der Besuch auf Einladung Samaras am Donnerstag statt.
Treffen vorbereitet
Das Treffen sei schon länger vorbereitet worden. Ein griechischer Regierungssprecher sagte dagegen, die beiden würden bereits einen Tag früher zusammenkommen: «Barroso wird am Mittwoch ankommen und Samaras am Nachmittag treffen.» Zum letzten Mal hatte Barroso die Regierung in Athen im Juni 2009 besucht, einige Monate bevor die Schuldenkrise ausbrach.
Unterdessen begannen Vertreter der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission in Athen mit der eingehenden Prüfung des griechischen Spar- und Reformprogramms.
Bewusst oder aus Dummheit
Antonis Samaras hat weiter die Äusserungen einiger europäischer Politiker zum möglichen Euro-Austritt Griechenlands schärfstens kritisiert. «Ich sage es offiziell: Es handelt sich um Untergraber unserer nationalen Bemühungen», sagte er bei seiner Rede vor dem Parlamentsausschuss.
«Wir tun, was wir können, damit das Land wieder auf eigenen Beinen stehen kann, und sie tun alles, was in ihrer Macht steht, damit wir scheitern», sagte Samaras.
Samaras sagte weiter, er wisse nicht, ob sie es «bewusst oder aus Dummheit» tun. «Ich weiss nur, dass sie unverantwortlich sind», erklärte der Regierungschef. «Sie werden es nicht schaffen.»
Samaras Rede wurde im griechischen Fernsehen übertragen. Der griechische Premier betonte erneut, dass Griechenland dringend Investitionen und Wachstum brauche. (basn;bru, sda/reuters/dpa/dapd)
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