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Montag, 30.7.2012

Angeblich arme Griechen überwiesen Millionen

Hunderte Griechen haben Millionenbeträge ins Ausland geschafft, obwohl sie offiziell kaum ein Einkommen hatten und als arm galten. Ein Bericht der Athener Zeitung «Ta Nea» wurde aus Kreisen des Finanzministeriums bestätigt.

Angeblich arme Griechen haben Riesensummen auf ausländischen Konten in Sicherheit gebracht. Der krasseste Fall ist gemäss einem Bericht der Athener Zeitung «Ta Nea» ein Mann, der beim Finanzamt null Einkommen angegeben hatte, aber gut 25 Millionen Euro ins Ausland überwies.

Liste mit mutmasslichen Sündern
Das Blatt veröffentlichte am Montag eine Kopie der Liste der vermeintlichen Sünder, die bei der griechischen Zentralbank (Bank of Greece) vorliegt. Aus Kreisen des Finanzministeriums wurde der Bericht bestätigt.

Demnach haben 731 Griechen allein 2010 knapp eine Milliarde Euro ins Ausland überwiesen, unter anderem nach Grossbritannien, in die Schweiz und nach Zypern.

403 von ihnen sollen ihrer Steuererklärung zufolge arm sein. Die Liste enthält weitere extreme Fälle. Darunter ist ein Mann, der 2010 ein Einkommen von 25'099 Euro gemeldet hatte und 25,9 Millionen Euro ins Ausland überwies.

Wie Steuerfahnder der Nachrichtenagentur dpa sagten, ist die Verfolgung der Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit diesen Fällen schwierig. Viele Bürger kennen «Tricks und Wege», das überwiesene Geld als Zahlungen ins Ausland wegen Warenkaufs zu deklarieren. (bru;basn, dpa)

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