Bekannte Abgewählte, prominente Neuzugänge
Josef Lang. (Archiv Keystone)
Von Inlandredaktorin Monika Zumbrunn
Besonders in den Reihen der Grünen ist die Enttäuschung nach der Wahl vom Sonntag gross. Prominente Grüne gehören zu den grossen Verlieren: So verloren im Kanton Zürich gleich beide Grünen-Nationalrätinnen ihren Sitz -Katharina Prelicz und Marlies Bänziger.
Josef Lang: «Es tut weh»
Abgewählt wurde auch der Zuger Grün-Alternative Nationalrat Josef Lang. Das schmerzt den Vollblut-Politiker sehr. «Ich werde das Bundeshaus bitterlich vermissen», sagte Lang und fügte an: «Ich bin ein politischer Mensch seit meinem 16. Lebensjahr.» Er werde Politiker bleiben, doch «nicht mehr an dem Ort, an dem es mir am besten gefallen hat.»
Ulrich Schlüer: «Wiedermal nicht dabei»
Im Kanton Zürich wurden gleich zwei SVP-Nationalräte abgewählt: Weder Ulrich Schlüer noch Ernst Schibli schafften die Wiederwahl. Sie werden durch alt Bundesrat Christoph Blocher und Hans Egloff ersetzt. Schlüer wurde bereits im Jahr 2007 nicht wiedergewählt, rutschte aber für Ueli Maurer nach, als dieser 2008 in den Bundesrat gewählt wurde. Nun hat er also sein Mandat wieder verloren.
Tarzisius Caviezel: «Das Spiel sieht auch Verlierer vor»
Auch der Bündner Nationalrat Tarzisius Caviezel von der FDP muss seinen Sessel nach einer Legislatur wieder räumen. Der Präsidente des Hockeyclubs Davos ist enttäuscht, gibt aber zu bedenken: «Wenn man sich einem Wettbewerb stellt, gibt es Sieger und Verlierer. Das muss man in Kauf nehmen.» Gerne hätte er natürlich ein anderes Resultat gehabt.
Eugen David: «Jetzt ist genug»
Im Kanton St. Gallen tritt ein Polit-Veteran von der Bühne ab: Enttäuscht über den nur dritten Platz im Ständeratswahlkampf entschied sich Eugen David, für den zweiten Wahlgang nicht mehr anzutreten. «Ich habe viel gekämpft», aber jetzt reiche es, sagte David.
Karin Keller-Sutter: «Ich vertrete St. Gallen»
Mit einem Glanzresultat zieht die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter für die FDP in den Ständerat. Neue Strahle-Frau des darbenden Freisinns will sie aber nicht sein. Sie freue sich zwar sehr über die Wahl – auch für die FDP, doch «ich bin primär jetzt eine Vertreterin des Kantons St. Gallen».
Matthias Aebischer: «Nun muss ich mich reinknien»
Ein bekanntes Gesicht wurde auch im Kanton Bern gewählt: Matthias Aebischer. Der ehemalige TV-Moderator zieht neu für die SP in den Nationalrat. Nach 15 Jahren Politjournalismus sei er nicht unerfahren. Ihm sei aber auch klar, dass er nun ein Spezialgebiet erarbeiten müsse, und zwar vertiefter als für eine TV-Sendung.
Margrit Kessler: «Das ist eine grosse Ehre»
Auch der Präsidentin der Schweizerischen Stiftung Patientenschutz ist der Quereinstieg in den Nationalrat gelungen. Margrit Kessler ist für die GLP angetreten. Das sei für sie eine grosse Ehre. «Das freut mich unglaublich.» (zum/bat)
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