• Nachrichten
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Programm
  • Spiele
  • SRF Shop
  • Themen
  • Über uns
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «Schweiz»
    • Kontroverse um neue Kampfjets
    • Der Einstieg in den Atomausstieg
    • Abstimmung vom 25. November
    • Schweiz sucht Wege in der Klima- und Energiepolitik
    • Abstimmung vom 23. September
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

  • Session
  • Audio
  • RSS-Feed

Mittwoch, 29.2.2012

Initiativen sollen Grundrechten nicht widersprechen

Volksinitiativen sollen für ungültig erklärt werden können, wenn sie gegen wichtige Grundrechte verstossen. Auch der Ständerat hat diesem Grundsatz zugestimmt. Der Entscheid fiel allerdings sehr knapp aus.

Simonetta Sommaruga. (Keystone)

Mehr zum Thema
  • Donnerstag, 15.3.2012: Milde Schelte für Maurer
  • Mittwoch, 14.3.2012: Lösung bei nachrichtenlosen Vermögen in Sicht

Heute kann das Parlament eine Initiative für ungültig erklären, wenn sie zwingendem Völkerrecht widerspricht – zum Beispiel Verbot von Folter, Völkermord oder Sklaverei.

Der Nationalrat hatte vorgeschlagen, dass auch Initiativen für ungültig erklärt werden können, die im Widerspruch zum Kerngehalt der Grundrechte der Bundesverfassung und zum Kerngehalt der Europäischen Menschenrechtskonvention stehen. Dem hat der Ständerat nun zugestimmt. Bei der Abstimmung stand es jedoch 20 zu 20 Stimmen. Mit Stichentscheid hat Ratspräsident für Hans Altheer für den Vorstoss entschieden.

Todesstrafen-Initiative ungültig
Ein Volksbegehren wie die inzwischen zurückgezogene Initiative zur Einführung der Todesstrafe würden künftig wohl für ungültig erklärt. Nach wie vor gültig wäre dagegen die Minarett-Initiative. Diese tangiert zwar mit der Religionsfreiheit ein Grundrecht, nicht aber dessen Kerngehalt. Auch die Ausschaffungs-Initiative wäre nicht betroffen gewesen.

Pirmin Bischoff (CVP) sprach von einem Kernkonflikt der direkten Demokratie. Es sei eine Operation am offenen Herzen. «Es ist wichtig, dass das Volk jederzeit die Grundfesten unseres Systems hinterfragen kann und darf», sagte Bischoff. Deshalb sollen die Grundrechte nicht eingeschränkt werden.

Für seinen Parteikollegen Stefan Engler sind die Kriterien «Kerngehalt der Grundrecht der Bundesverfassung» und «Kerngehalt des EMRK» zu schwammig. Es sei deshalb nicht praktikabel und auch nicht sinnvoll die Volksrechte zu ändern.

Frustrierend für Bürger
Dem setzte der Freisinnige Abate Fabio entgegen, dass die Gesetzgebung und das Völkerrecht immer komplizierter würden, während die Volksinitiativen inhaltlich immer einfacher werden. Die Probleme entstehen bei der Umsetzung: «Für die Bürgerinnen und Bürger ist es frustrierend, zu sehen, dass ihr Entscheid nicht umgesetzt wird».

Justizministerin Simonetta Sommaruga sprach von einem Spannungsfeld zwischen direkter Demokratie, dem Völkerrecht und der Umsetzung von Initiativen in Gesetze. Mit der Änderung würde das Initiativerecht aber nur marginal eingeschränkt. Nur ganz wenige Initiativen wären betroffen.

Vorprüfung bereits beschlossen
Bereits früher beschlossen haben National- und Ständerat, dass der Bund Volksinitiativen künftig vor Beginn der Unterschriftensammlung inhaltlich vorprüfen soll. Die Bundesverwaltung soll demnach eine Einschätzung darüber abgeben, ob eine Initiative mit dem Völkerrecht vereinbar ist. Besteht die Initiative die Vorprüfung nicht, soll auf den Unterschriftenbögen vermerkt werden, dass die Initiative möglicherweise mit dem Völkerrecht in Konflikt steht.

Der Bundesrat muss nun die Details zu den neuen Regeln ausarbeiten. Das letzte Wort hat das Volk, da die Verfassung geändert werden müsste. (grü; luek)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Eine Frühjahrssession im Zeichen von Geld und SNB

Der Steuerstreit mit den USA, der Rücktritt von Nationalbankpräsident Hildebrand und die künftige Rolle der SNB, aber auch der Steuerstreit, der starke Franken und das Swissness-Gesetz waren Themen in der Frühjahrssession. Auch befassten sich die Räte mit einem Verbot der Deflinhaltung oder zumindest mit einem Importverbot für die Meeressäuger.


Verantwortlich für diesen Beitrag:

new.online


Mehr zum Stichwort:

  • Session

Schnellsuche:
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft