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Donnerstag, 15.12.2011

«Die SVP wird sich reformieren»

Nach der verpatzten Bundesratswahl dürfte auch innerhalb der SVP der Unmut über die Parteiführung wachsen. Der Philosoph Georg Kohler spricht von einer Zäsur. «Das ist der Anfang vom Ende einer ganz bestimmten Linie», sagte er im «Echo der Zeit».

Kein guter Tag für die SVP: Die Fraktion während der Bundesratswahl. (Keystone)

Erstaunliche Töne aus der SVP-Hochburg Holziken

Die Wiederwahl von Eveline Widmer-Schlumpf sei gerechtfertigt, sie habe gute Arbeit geleistet. Das sagt die SVP-Basis im aargauischen Holziken - und empfiehlt Christoph Blocher, den jüngeren Kräften in der Partei Platz zu machen.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Donnerstag, 15.12.2011, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

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Der Schweizer Philosoph Georg Kohler sieht die SVP nach ihrem Debakel bei der Bundesratswahl vor einem Neubeginn. «Die SVP wird sich reformieren», sagte der emeritierte Professor für politische Philosophie an der Universität Zürich auf Schweizer Radio DRS.

«Zäsur»
Die Partei werde sich von ihrer «Strategie» verabschieden müssen, zusammen «mit dem Kleinpartner FDP» 45 Prozent einfahren zu wollen. Offensichtlich gebe es in der SVP genügend Leute, die davon genug hätten. «Ich bin überzeugt, dass die BDP-Abspaltung nur die Spitze des Eisberges gewesen ist.» Kohler ist der Meinung, dass die SVP am Ende eine Partei zwischen 20 und 25 Prozent sein wird. «Und sie wird dann - ohne Zweifel - die ihr zustehenden Bundesratssitze bekommen.»

Nach der Bundesratswahl zeichne sich nun immer deutlicher ab, was man schon lange habe vermuten können, so Kohler. Die SVP sei nicht identisch mit der Blocher-Partei, mit dem Zürcher Flügel, der die Partei jahrelang dominiert und dafür gesorgt habe, dass sich die BDP abspalte. Kohler spricht von einer Zäsur. «Das ist der Beginn vom Ende einer ganz bestimmten Linie.»

Das ausführliche Interview mit Georg Kohler war zu hören im «Echo der Zeit».

(ank)

 

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Interview mit Georg Kohler: «Das ist eine Zäsur.»
Hören (6:15)


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