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Freitag, 4.5.2012

Ex-Kandidat Bayrou unterstützt Hollande

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat in seinem Kampf um die Wiederwahl einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der liberal-konservative Politiker François Bayrou hat sich auf die Seite von François Hollande gestellt.

François Bayrou stellt sich auf die Seite von François Hollande. (Keystone)

Hollande auf der Zielgeraden

Hollande bleibt Favorit. Auch Sarkozy gibt sich siegessicher, doch in seinem Lager gibt es immer mehr lange Gesichter. Ein Blick zurück auf den Schlussspurt des Wahlkampfs und voraus auf die Stunde der Entscheidung.  Mehr

Beitrag aus Rendez-vous vom Freitag, 4.5.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

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Schlechte Nachrichten für Nicolas Sarkozy: Der Präsidentschaftskandidat der Mitte, François Bayrou, wird in der Stichwahl am Sonntag für den sozialistischen Kandidaten François Hollande stimmen. Das sagte er am Donnerstagabend.

Trotz wachsender Differenzen über Sarkozys Rechtsruck im Wahlkampf hatten Beobachter überwiegend mit einer Empfehlung Bayrous für den Amtsinhaber gerechnet, da beide grundsätzlich im selben politischen Lager beheimatet sind.

Rechtskurs kritisiert
Doch Bayrou übte heftige Kritik an Sarkozys verschärftem Kurs in der Einwanderer- sowie Europa-Politik. Er kündigte an, selbst in der Stichwahl für Hollande zu stimmen. Sarkozys Linie sei brutal und widerspreche nicht nur seinen Werten, sagte Bayrou.

Bayrou, der seit Jahren vehement für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik eintritt, war selbst zum dritten Mal als Präsidentschaftskandidat angetreten. Bei der ersten Runde der Wahl kam er mit neun Prozent aber nur auf Platz fünf und schied damit aus.

Dünne Luft für Sarkozy
Mit Bayrous Entscheidung für den Sozialisten Hollande wird die Luft für Sarkozy nun immer dünner. Um den in Umfragen führenden Hollande in der zweiten Wahlrunde am Sonntag doch noch zu übertrumpfen, müsste Sarkozy eine praktisch unmögliche Gratwanderung gelingen: Er müsste nicht nur den Grossteil von Bayrous Wählerschaft der ersten Runde überzeugen, sondern auch mehr als 80 Prozent der Wähler der rechtsextremen Marine Le Pen für sich gewinnen. Auch Le Pen verweigerte Sarkozy die Wahlempfehlung. (fors, reuters)

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