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Samstag, 4.8.2012

Nicola Spirig holt Olympiagold im Triathlon

Die Triathletin Nicola Spirig hat die Schweiz erlöst und in London eine Goldmedaille gewonnen. Sie entschied das Rennen im Schlussspurt hauchdünn für sich, vor der Schwedin Lisa Norden. Bronze holte die Australierin Erin Densham.

Nicola Spirig freut sich über ihre olympische Goldmedaille. (Keystone)

Nicola Spirig holt erstes Gold für die Schweiz

Die Zürcherin Nicola Spirig startete als Favoritin in den olympischen Triathlon der Frauen. Tatsächlich konnte sie das Rennen gewinnen - wenn auch nur hauchdünn vor der Schwedin Lisa Norden.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Samstag, 4.8.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Erste Goldmedaille für die Schweiz in London: Nicola Spirig gewinnt den Triathlon der Frauen in einem Foto-Finish gegen die Schwedin Lisa Norden.

50. Goldmedaille für die Schweiz
Mit ihrem Triumph im Hyde Park bescherte Spirig der Schweiz nicht nur die erste Goldmedaille an den Spielen in London, sondern die 50. goldene Auszeichnung in der Geschichte der Olympischen Sommerspiele. Spirig gewann das Rennen nach einem wahren Hitchcock-Finale im Sprint.

Dritte wurde die Australierin Erin Densham mit zwei Sekunden Rückstand. Die britische Topfavoritin Helen Jenkins, die Weltmeisterin von 2008 und 2011, musste sich mit Platz 5 begnügen.

Stark geschwommen

Spirig traf als Achtzehnte nach dem Schwimmen mit den anderen Favoritinnen wie Helen Jenkins (Gb) oder Norden in der Wechselzone an und verlor auf die besten Schwimmerinnen lediglich 1:07 Minuten. Nach der zweiten von sieben Runden mit dem Velo schaffte die 30-Jährige bereits den Anschluss an die Spitze. Auf die abschliessende 10-km-Laufstrecke ging Spirig als Vierte, bereits zu diesem Zeitpunkt war der äusserst laufstarken Zürcherin eine Medaille kaum mehr zu nehmen.

 

Spirig, vor vier Jahren in Peking als Sechste Gewinnerin eines olympischen Diploms, gewann als zweite Schweizer Triathletin nach Brigitte McMahon (2000 in Sydney) Olympia-Gold im Triathlon.

Keine Hilfe von Ryf
So stark der Auftritt von Spirig war, so enttäuschend  verlief das Rennen für Daniela Ryf. Die 2. Schweizerin im Feld, die explizit als Helferin der 3-fachen Europameisterin nominiert worden war, hatte bereits nach dem Schwimmen fast eine halbe Minute Rückstand auf ihre «Chefin» und konnte Spirig nie unterstützen. Sie wurde schliesslich 40. (pet, si/sf)

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