Usain Bolt sprintet in die Geschichtsbücher
Die Sprinter aus Jamaika räumten am Olympischen Rennen über 200 Meter ab (von links): Usain Bolt, Yohan Blake (Silber) und Warren Weir (Bronze). (Keystone)
4 Tage nach Gold über 100 m verpasste Usain Bolt seinen eigenen Weltrekord (19,19) über die halbe Bahnrunde um 13 Hundertstel. Für den 25-Jährigen ist es der 4. olympische Einzeltitel.
Bereits vor 4 Jahren in Peking hatte Bolt über 100 und 200 m triumphiert. Damit ist der Jamaikaner nun der erfolgreichste Sprinter aller Zeiten: Carl Lewis hatte 1984 und 1988 3 Mal Gold geholt.
Liegestütze und Schnappschüsse
Als sich Bolt zum grössten Sprinter der Geschichte gekrönt hatte, bewies der Jamaikaner, dass er nicht nur die schnellsten Beine der Welt hat, sondern auch starke Oberarme: Er feierte seinen Erfolg mit 5 Liegestützen.
Dann schnappte er sich eine Kamera von einem Fotografen und knipste alles und jeden, der ihm vor die Linse kam.
Bolt: «Ich bin nun eine Legende»
Nach seinem 2. Gold-Lauf in London zeigte sich Bolt gewohnt unbescheiden: «Ich bin nun eine Legende, ich bin der grösste lebende Athlet.»
Nun sei er in der gleichen Kategorie wie Michael Johnson, der zwischen 1992 und 2000 ebenfalls 4 Mal olympisches Gold (200 m, 2 Mal 400 m und in der 4x400-m-Staffel) gewonnen hatte. «Das ist mein Augenblick. Ich werde ihn nie vergessen.»
Totaler jamaikanischer Triumph
100-m-Weltmeister Yohan Blake holte - wie schon über die 100 m - Silber in 19,44 Sekunden. Warren Weir machte als 3. in 19,84 Sekunden den 1. Dreifach-Triumph für die Karibik-Insel perfekt.
Europameister Christophe Lemaitre, der zugunsten des 200-m-Rennens auf den 100-m-Lauf verzichtet hatte, kam in 20,19 Sekunden auf den 6. Rang. (basn, sf)
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