«London hat die olympische Bewegung erfrischt»
Vollmond unter der Tower Bridge zur Halbzeit der Olympischen Spiele am 3. August 2012. (Archiv Reuters)
Ex-Beatle Paul McCartney tanzte zu seinen eigenen Songs, und selbst die Queen outete sich als Olympia-Fan. Nach den Propagandaspielen von Peking war die grossartige Ringe-Show in London eine Rückkehr zu unbeschwerter Leidenschaft.
«Es waren absolut fabelhafte Spiele. London hat die olympische Bewegung erfrischt», schwärmte IOC-Präsident Jacques Rogge über die sechsten und letzten Spiele seiner Amtszeit, die im September 2013 zu Ende gehen wird.
Die britischen Olympia-Macher, selbst erklärte Pioniere des modernen Hochleistungssports, präsentierten ein stimmungsvolles Athleten-Fest mit hohem Sympathiefaktor. Die Mischung aus Nostalgie und Vision funktionierte prächtig. London vibrierte, London brillierte und London zelebrierte Olympia - als erste Stadt der Welt zum dritten Mal nach 1908 und 1948. Ein begeistertes Sportpublikum, ein unvergleichliches Athleten-Dorf, gefeierte Trendsportarten, Rekord-Präsenz in den sozialen Medien und ein einzigartiges Nachhaltigkeitskonzept dienen als Wegweiser für die Zukunft.
«Gott ist ein Londoner»
«Gott ist ein Londoner. Es gibt keine andere Erklärung», dichtete die «Times». Die alternde U-Bahn hielt durch, und sogar das launische Wetter spielte bei der emotionalen Dauerparty vom 25. Juli bis zum 12. August mit.
«Das war ein goldener Sommer», erklärte Premier David Cameron. Die Gastgeber schafften den angestrebten Aufstieg in die Top 3 des olympischen Weltsports hinter den USA und China.
Von den knapp 10'500 Athleten aus 204 Ländern haben 85 Nationen Medaillen gewonnen. Immerhin 19 Athleten, die 2010 bei den ersten olympischen Jugendspielen dabei gewesen waren, holten Gold, Silber oder Bronze.
«Wir haben fantastische Spiele abgeliefert. Die Athleten haben eine ganze Generation inspiriert», bilanzierte OK-Chef Sebastian Coe. Grossbritannien wollte seine Zukunftsfähigkeit beweisen, nach innen und nach aussen. 15 Milliarden Dollar hat das Land in die olympische Infrastruktur investiert und den Grossauftrag für die Runderneuerung von East London genutzt.
Auf Wiedersehen in Rio
In vier Jahren macht die globale Leistungsschau erstmals in Südamerika Station. Die Acht-Millionen-Metropole an der Themse hat die Latte sehr hoch gelegt für den nächsten Ausrichter Rio de Janeiro. «Wir werden es besser machen», tönte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff. «Wir können mehr als Karneval und Samba.» (bru, dpa)
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