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Montag, 7.5.2012

Studie: SVP isolierte sich durch Polarisierung selbst

Die SVP ist laut der Selects-Wahlstudie in den Wahlen 2011 Opfer ihrer selbst verursachten Polarisierung geworden. Sie blieb zwar stärkste Partei, isolierte sich aber in der politischen Landschaft. Die Gewinner GLP und BDP konnten dagegen von allen Seiten Wähler gewinnen.

Der Nationalrat an der Sondersession zur Legislaturplanung am 3. Mai 2012. (Archiv Keystone)

Untersuchung zu den Wahlen vom Oktober 2011

Warum haben Schweizerinnen und Schweizer bei den letzten Wahlen so gewählt, wie sie gewählt haben? Was sagt das über die Parteien aus? Die Studie «Selects» des Kompetenzzentrums Sozialwissenschaften FORS an der Universität Lausanne gibt Antworten.

Beitrag aus Rendez-vous vom Montag, 7.5.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Mit der jahrelangen Polarisierung und ihrer Positionierung als nationalkonservative Rechtspartei hat sich die SVP zwar eine solide Anhängerschaft aufgebaut, die sie gut mobilisieren kann. Allerdings schuf sie sich dadurch auch viele Gegner. Eine deutliche Mehrheit der Wählerschaft könne sich nicht vorstellen, jemals SVP zu wählen, schreiben die Verfasser der Selects-Studie über die National- und Ständeratswahlen 2011.

Die SVP hat sich gemäss Studie mit ihrem Rechtskurs möglichen Mitte-Wählern verschlossen. Die Wahlgewinnerinnen BDP und GLP dagegen hätten es geschafft, sich als klare Mitte-Parteien zu positionieren und Wähler aus fast allen anderen Parteien zu gewinnen. Die GLP sei zudem auch für Neuwähler und frühere Nichtwähler attraktiv geworden

SP und SVP mit grössten Wählerpotenzialen
SVP und SP haben gemäss Studie weiterhin die grössten Wählerpotenziale, also Personen, die sich vorstellen können, diese Parteien zu wählen. Das SVP-Potenzial schrumpfte zwar gegenüber 2007, aber die SVP konnte es besser ausschöpfen als die anderen Parteien. So wählten beispielsweise viele potenzielle SP-Wähler letztlich grün.

Auch die FDP hat ihr relativ grosses Wählerpotenzial schlecht ausgeschöpft. Geschrumpft sind die Potenziale von CVP und Grünen. GLP und BDP wären für ein breites politisches Spektrum wählbar, sie konnten dieses Potenzial aber nur zu einem Teil ausschöpfen, wie die Studie festhält.

Ständerat: Linke geschlossener als Rechte
Die Isolation in der politischen Landschaft führte auch dazu, dass die SVP mit ihrem Angriff auf Sitze im Ständerat scheiterte - trotz prominenter Kandidaten. Während die linken Wähler die Kandidaten ihrer Parteien (SP, Grüne) gut und relativ geschlossen unterstützten, war bei den bürgerlichen Parteien diese gegenseitige Unterstützung wesentlich weniger einheitlich.

Die Selects-Studie wurde vom Schweizer Kompetenzzentrum Sozialpolitik Fors in Lausanne durchgeführt und vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt. Sie stützt sich auf eine Nachwahlbefragung von 4391 Stimmenden in den drei Wochen nach den Wahlen. (bru;bat, sda)

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Eidgenössische Wahlen 2011: Letztes Update: Montag, 21.11.2011

Rechsteiner schafft Sensation

Die Überraschung ist perfekt: Gewerkschaftsführer Paul Rechsteiner wird St. Galler Ständerat. Der favorisierte SVP-Chef Toni Brunner unterliegt knapp. In Zürich ist alt Bundesrat Blocher chancenlos. Im Kanton Schwyz verdrängt SVP-Mann Peter Föhn die CVP mit Bruno Frick aus dem Stöckli.


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