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Trauer um die Pianistin Mihaela Ursuleasa

Sie war ein aufsteigender Stern am Klassikhimmel, wurde aber nur 33 Jahre alt: Die rumänische Pianistin Mihaela Ursuleasa ist in Wien gestorben. «Wir haben nicht nur eine wundervolle Freundin verloren, sondern eine der besten Musikerinnen unserer Zeit», erklärte ihre langjährige Managerin Andreea Butucariu.

Mihaela Ursuleasa ist mit 33 Jahren in Wien gestorben. (Julia Wesley)

Mihaela Ursuleasa: Konzertmitschnitt vom 16. Juli auf DRS 2

Schlosskonzerte Thun vom 20. Juni 2012:  Mehr

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Nach Angaben der Polizei hatte die Pianistin am Mittwoch das letzte Mal Kontakt mit Freunden oder Angehörigen. Als sie am Donnerstag nicht mehr erreichbar war, alarmierten diese die Behörden. Die Künstlerin sei nach ersten Ermittlungen an einer Gehirnblutung in Folge eines Sturzes oder eines Aneurysmas gestorben. Fremdverschulden schlossen die Behörden aus.

Die dunkelhaarige Künstlerin galt als aufsteigender Stern am Klassikhimmel und hatte sich erfolgreich von ihrem Wunderkind-Image emanzipiert. Die Klassikszene reagierte geschockt. Der Intendant des Wiener Konzerthauses, Bernhard Kerres, erklärte, die Musikwelt habe eines ihrer faszinierendsten Talente der jüngeren Generation verloren.

Mihaela Ursuleasa begann ihre pianistische Laufbahn schon als Kind, bereits als Teenager gewann sie den ersten wichtigen internationalen Wettbewerb, den renommierten Clara-Haskil-Wettbewerb. 1998 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen und machte ein Jahr später ihr Diplom im Konzertfach in Wien «cum laude». 2010 wurde sie beim Echo Klassik für ihr Debütalbum «Piano & Forte» ausgezeichnet.

«Meinen intuitiven Zugang zur Musik habe ich nie aufgegeben - ich bin keine akademische Pianistin», sagte die junge Frau kurz vor ihrem tragischen Tod der österreichischen «Kleinen Zeitung» in einem Interview.

Auch in ihrer Heimat Rumänien löste die Todesnachricht Bestürzung aus: Sie sei voller Intelligenz und Glanz gewesen, sagte die Sopranistin Felicia Filip, die oft von Ursuleasa bei Konzerten begleitet wurde: «Mit ihrem ganzen Wesen hat sie Musik geschaffen». Dirigent Cristian Mandeal vom rumänischen Jugendorchester, der mit Ursuleasa nächste Woche in Bukarest konzertieren wollte, würdigte sie als große Pianistin: «Sie hat ganz allein Karriere gemacht - die kleine Rumänin, die es nach Wien geschafft hat.»

Erst kürzlich, am 20. Juni, ist die Pianistin anlässlich der Schlosskonzerte Thun aufgetreten. DRS 2 konnte dieses Konzert am 16. Juli übertragen.

sda/dpa/kal

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Mihaela Ursuleasa: Franz Liszt, Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur



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