Christian Amsler: für die FDP im Regierungsrat
Christian Amsler (zvg)
Christian Amsler ist mit 48 das jüngste Mitglied im Regierungsrat. Er verteidigte bei seiner Wahl für die FDP den zweiten Sitz in der Regierung. Amsler geht davon aus, dass er «Ruhe und Sicherheit» ins Schaffhauser Bildungswesen gebracht habe.
Allerdings verlief bis jetzt nicht alles nach seinem Wunsch. Seit Hauptanliegen, die flächendeckende Einführung von geleiteten Schulen, wurde vom Stimmvolk im März 2012 abgelehnt. «Schulleitungen sind für mich daher vorläufig kein Thema mehr. Es gilt, den Volksentscheid zu akzeptieren», findet der FDP-Erziehungsdirektor im Interview mit dem Regionaljournal. Dass der Herausforderer der SP, Werner Bächtold, im Wahlkampf forderte, Schulleitungen müsse der Kanton nochmals anpacken, könne er nicht nachvollziehen.
«Bildungsabbau schmerzt»
Amsler glaubt, dass der Konflikt mit den Lehrern ausgestanden ist. Der Warnstreik im letzten Februar habe ihn sehr gefordert, aber nun habe man eine Einigung erzielt. Die Kritik aus Lehrerkreisen, Amsler wirke eher als Finanzpolitiker denn als Bildungspolitiker weist Amsler zurück. Dass der Regierungsrat im Rahmen des Sparpakets einen Bildungsabbau beschlossen hat, der auf grosse Empörung gestossen ist, schmerze ihn selber sehr, betont Amsler im Interview. Aber es sei ein Sparpaket des gesamten Regierungsrates, hinter dem er selbst stehe. (ster,edlc)
