Kleiner Hoffnungsschimmer fürs Klima
Nächtliche Verhandlungen in Durban: Ein Durchbruch oder das Scheitern - alles scheint möglich. (Reuters)
- Sonntag, 11.12.2011: Ein komplizierter Zeitplan für den Klimaschutz
- Sonntag, 11.12.2011: Hintergrund: Das wurde beschlossen
- Sonntag, 11.12.2011: Schweizer Delegation spricht von «Paradigmenwechsel»
- Freitag, 9.12.2011: Kurz vor Schluss auf der Kippe
- Dienstag, 29.11.2011: La Niña kühlt weniger als früher
- Montag, 28.11.2011: Zuma warnt vor Folgen des Klimawandels
- Montag, 28.11.2011: Klimaforscher fordern griffige Massnahmen
- Freitag, 18.11.2011: Die schlimmsten Unwetter-Katastrophen
- Freitag, 18.11.2011: Mehr Dürren und Überschwemmungen erwartet
Der Klimagipfel der Vereinten Nationen in Südafrika zieht sich hin. Die Konferenz ist bereits um einen Tag verlängert worden und schon jetzt die längste aller Zeiten. Das Dauerverhandeln könnte sich aber noch bezahlt machen. Derzeit wird ein neuer Entwurf beraten, der ein Bekenntnis zu einem Weltklimavertrag enthält. Das Papier sieht vor, dass es bis 2015 ein verbindliches Abkommen geben soll, das ab 2020 in Kraft treten könnte. Streit gibt es aber, wie verbindlich das Abkommen sein soll.
Kyoto soll die Lücke überbrücken
Das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll, zu dem sich noch Staaten bekennen, die 15 Prozent der globalen Emissionen ausmachen, könnte bis 2020 verlängert werden, damit zumindest keine weitere Klimaschutzlücke entsteht.
Länder wie die USA, China und Indien versuchten allerdings bis zuletzt die Einigung abzuschwächen - dabei ging es um Feinheiten, etwa ob man sich auf ein «rechtliches Ergebnis» oder «rechtliches Instrument» einigt - das zweite wäre weitaus stärker.
«Wir brauchen ein rechtliches Instrument und nicht etwas, das alles oder nichts bedeuten kann», sagte EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard am Samstagabend. «Viele Menschen werden denken, was ist da für ein Unterschied, es ist doch nur ein Wort. Aber das ist extrem wichtig», betonte die Dänin. Es gebe mit den USA und Brasilien Fortschritte. «Aber es sind noch einige Stufen zu erklimmen.»
Abschlussplenum tagt
Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen sprach von einer «sehr erfreulichen Bewegung». Inzwischen tagt das Abschlussplenum mit allen 193 Staaten, das über die unterschiedlichen Modelle entscheiden soll. Es bleibt offen, ob es zu einem Scheitern oder Durchbruch kommen wird. (ank, dpa)
Mehr zu den Stichwörtern:
