Schweiz nimmt noch neue Kampfjet-Angebote an
Gripen - der bis anhin vom Bundesrat auserwählte Kampfjet, hier bei Flugübungen der schwedischen Luftwaffe. (Reuters/Archiv)
- Dienstag, 11.12.2012: Schwedisches Parlament ist für neuen Kampfjet
- Sonntag, 9.12.2012: Schweiz erhält Gripen zum Vorzugspreis
- Donnerstag, 15.11.2012: Maurer jagt Stimmen der Bürgerlichen für den Gripen
- Mittwoch, 14.11.2012: Bundesrat beharrt auf Fonds zum Gripen-Kauf
- Freitag, 12.10.2012: Gripen-PR soll Volk und Parlament überzeugen
Der Bundesrat lässt im Bieterkampf für neue Kampfjets eine Hintertür für weitere Offerten offen. Für die Flugzeughersteller sei die Zeit für Angebote zwar zu Ende - nicht jedoch für Staaten, sagte Bundesrätin Doris Leuthard.
«Offerten durch Unternehmen sind nicht mehr möglich», sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr und Energie (Uvek) im Westschweizer Radio. «Wenn aber ein Staat ein Angebot machen will, ist das eine andere Sache. Bis jetzt haben wir jedoch noch kein solches Angebot erhalten.»
Schweiz müsste antworten - egal ob positiv oder negativ
Bundesratssprecher André Simonazzi präzisierte auf Anfrage: «Wenn ein Staat dem Bundesrat eine Offerte unterbreitet, muss die Schweiz darauf antworten.» Die Antwort müsse aber nicht unbedingt positiv sein, sagte Simonazzi.
Der Bundesrat hatte sich im November für die Anschaffung des schwedischen Modells Gripen entschieden, um die veraltete Tiger-Flotte zu ersetzen. Für die Regierung war das Preis-Leistungs-Verhältnis ausschlaggebend. Der Kauf von 22 Flugzeugen würde die Schweiz rund 3,1 Milliarden Franken kosten. (basn, sda)
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