Medwedew lässt Chodorkowski-Verfahren prüfen
- Mittwoch, 9.5.2012: Putin lädt zur grossen Parade
- Montag, 7.5.2012: Drinnen Prunk, draussen Proteste
- Sonntag, 6.5.2012: Gewaltsame Proteste gegen Putin in Moskau
- Samstag, 10.3.2012: Protest: 25'000 fordern Neuwahlen und Reformen
- Dienstag, 6.3.2012: Festgenommene Putin-Gegner wieder frei
- Montag, 5.3.2012: Der grosse Sieg des Wladimir Wladimirowitsch
- Sonntag, 4.3.2012: Hintergrund: Putins politische Schwerpunkte
Der abtretende russische Präsident Dmitri Medwedew hat die Justiz angewiesen, die Urteile gegen den Kremlkritiker Michail Chodorkowski und 31 weitere Verurteilte bis zum 1. Mai zu überprüfen. Medwedew reagiert damit auf die Forderung der Protestbewegung in den russischen Städten.
Beobachter werten den Schritt als politisches Manöver, um die Öffentlichkeit zu beruhigen: Die Freilassung des im Westen als politischer Gefangener geltenden Chodorkowski gehört zu den Hauptforderungen der Opposition, aber auch der internationalen Gemeinschaft.
Michail Chodorkowski ist seit neun Jahren im Gefängnis. Er wurde für schuldig befunden, Steuern hinterzogen, Geld unterschlagen sowie Geld gewaschen zu haben. Die russische Opposition wirft Putin vor, hinter dem Urteil zu stehen: Putin habe sich einen politischen Konkurrenten vom Hals schaffen wollen. (smus; pet, reuters)
