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Letztes Update: Donnerstag, 29.3.2012

Dienstag: Der Mutter-Kind Roman

Der im stilgerechten rose gehaltene Sammelband «Mami» bietet Herzschmerz für Kinderlose.

Sammelband: «Mami» Titel: «Warum heiratet ihr nicht?»

Mit Groschenromanen durch die Woche

Montag:
Der Arztroman
Dienstag:
Der Mutter-Kind Roman
Mittwoch:
Der Gruselroman
Donnerstag:
Der Heimatroman
Freitag:
Der Westernroman

Inhalt:
Lara, eine junge Lehrerin, wurde von Roberto, dem Vater der unterdessen neunjährigen Tochter Kathy, sitzengelassen. Sie konnte ihr Herz seither nie verschenken. Nun weckt der Vater eines neuen Schülers ihr Interesse. Harro ist Künstler, trägt ausgefallene und bunte Kleider und wohnt in einer baufälligen Villa. Die beiden verlieben sich, ihre Kinder verstehen sich gut und der anfangs mausarme Künstler Harro erhält einen wichtigen Auftrag und kommt zu Geld. Lara glaubt an die Liebe zwischen den Beiden, trotz dreier Konflikte: Roberto sucht sie auf (sie weißt ihn ab), sie sieht Harro wochenlang nicht, da er an seinem Auftrag in einer anderen Stadt arbeitet (sie hält durch und glaubt an die Liebe), auf einem Schulausflug verunglückt ein Kind, als sich Lara bei Harro einen Kuss abholt (Lara wird versetzt, das passt aber gut, weil Harro eine neue Arbeit gefunden hat). Ein gemeinsames Kind krönt die Liebe.

Fazit:
Der Verlag, in dem dieser Groschenroman erscheint, wirbt mit dem Slogan «Gefühle kann man lesen». Erwartet man aufgrund des Genres in die Mami-Welt einzutauchen, kommen die Gefühle aber zu kurz. Die Kinder der beiden Alleinerziehenden spielen keine grosse Rolle, sie sind von Anfang an einfach begeistert von der neuen Elternkonstellation. Vor allem Harros Sohn verschwindet als Figur fast gänzlich. Eine spannende Nebengeschichte – zum Beispiel dramatische Schulschwierigkeiten eines Kindes, die sich erst am Ende des Heftes auflösen – hätten Spannung in die Geschichte gebracht. Gegenüber einer Serie wie «Dr. Stefan Frank» hat ein Einzelheft wie dieses für den Autoren den Nachteil, dass nicht auf bereits bestehendes Personal zurückgegriffen und so weniger Geschichte in die Geschichte eingebracht werden kann. Dieses Heft hat dafür den stimmigsten Groschenroman-Schluss: «Und ich bin glücklich, Vater. Ich bin sehr, sehr glücklich, unendlich glücklich.»

Tanja Kummer

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Audio-Beiträge:


Der Mutter-Kind Roman
Hören (4:12)

Anna Basener, Autorin von Groschenromanen
Hören (6:19)

Mehr zum Stichwort:

  • Groschenromane

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Groschenromane – Schund oder Literatur?

Groschenromane sind die dünnen Hefte am Kiosk mit Titeln wie «Der Bergpfarrer – Vronis Sehnsucht nach der Heimat». Sie haben einen zweifelhaften Ruf und werden als Schundromane betitelt. DRS 3 Literaturexpertin Tanja Kummer hat 5 Groschenromane aus verschiedenen Genres gelesen und geprüft.

Groschenromane: Das Fazit der Expertin
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