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Medienmündig

  • Medienmündig
    von Paula Bleckmann

Medium: Buch, Kartonierter Einband (Kt)
Stil: Lebenshilfe & Alltag
Veröffentlichung: 17.02.2012
ISBN: 978-3-608-94626-0
EAN: 9783608946260

Beherrsche die Medien, sonst beherrschen sie dich.
Zu früher Medienkonsum führt in die Abhängigkeit, nicht in die Mündigkeit. Wie Kinder mit Unterstützung ihrer Eltern medienmündig statt süchtig werden, vermittelt die Medienpädagogin Paula Bleckmann.

Zu früher Medienkonsum führt in die Abhängigkeit, nicht in die Mündigkeit. Wie Kinder mit Unterstützung ihrer Eltern medienmündig statt süchtig werden, vermittelt die Medienpädagogin Paula Bleckmann.
Die Autorin behandelt im Buch u. a. folgende Themen:
- Können wir noch ohne Medien leben?
- Fit für welche Zukunft? Nachhaltige statt nachhinkende Bildung
- Kinder stärken ist keine "Expertensache"!
- Eigene Gestaltungskraft entwickeln
- Brücken bauen - was gegen Bildungsklüfte helfen könnte
- Was Erwachsene über Medien wissen sollten
- Daten zur Mediennutzung und Medienausstattung
- Machen Medien dick, dumm, unkonzentriert, gewalttätig?
- Überstunden am Bildschirm - Nutzungszeiten für verschiedene Altersgruppen
- Medienmündig werden - Tipps und Tricks für den Alltag
Ein Buch für Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und alle, die mehr über einen souveränen Umgang mit den Medien herausfinden wollen
Mit Checks, Tipps und Tricks für den AlltagDie Autorin behandelt im Buch u. a. folgende Themen:
- Können wir noch ohne Medien leben?
- Fit für welche Zukunft? Nachhaltige statt nachhinkende Bildung
- Kinder stärken ist keine "Expertensache"!
- Eigene Gestaltungskraft entwickeln
- Brücken bauen - was gegen Bildungsklüfte helfen könnte
- Was Erwachsene über Medien wissen sollten
- Daten zur Mediennutzung und Medienausstattung
- Machen Medien dick, dumm, unkonzentriert, gewalttätig?
- Überstunden am Bildschirm - Nutzungszeiten für verschiedene Altersgruppen
- Medienmündig werden - Tipps und Tricks für den Alltag
Ein Buch für Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und alle, die mehr über einen souveränen Umgang mit den Medien herausfinden wollen
Mit Checks, Tipps und Tricks für den Alltag

Autorentext

Paula Bleckmann Dipl.-Biol., Dr. phil. ist Medienpädagogin mit Schwerpunkt Mediensuchtprävention, sowie Mutter von drei Kindern. Sie ist Referentin in der Eltern-, Erzieher- und Lehrerbildung und arbeitet zurzeit an einem deutschlandweiten Forschungsprojekt zur Computerspielabhängigkeit mit.



Klappentext

Zu früher Medienkonsum führt in die Abhängigkeit, nicht in die Mündigkeit. Wie Kinder mit Unterstützung ihrer Eltern medienmündig statt süchtig werden, vermittelt die Medienpädagogin Paula Bleckmann. Sie behandelt u. a. folgende Themen: Können wir noch ohne Medien leben? Fit für welche Zukunft? Nachhaltige statt nachhinkende Bildung Kinder stärken ist keine »Expertensache«! Eigene Gestaltungskraft entwickeln Brücken bauen - was gegen Bildungsklüfte helfen könnte Was Erwachsene über Medien wissen sollten Daten zur Mediennutzung und Medienausstattung Machen Medien dick, dumm, unkonzentriert, gewalttätig? Überstunden am Bildschirm - Nutzungszeiten für verschiedene Altersgruppen Medienmündig werden - Tipps und Tricks für den Alltag



Leseprobe
Vorwort:
Mut zum zukunftsträchtigen Zögern!
Stellen Sie sich vor, Sie kommen völlig außer Atem eine Treppe aus der
Bahnhofsunterführung hinaufgehetzt. Der Zug steht schon abfahrbereit am Bahnhof,
die meisten Türen sind bereits geschlossen. An einer der offenen Türen steht
jemand und ruft: Beeilen Sie sich, sonst fährt der Zug noch ohne Sie ab! So
schnell Sie eben können, rennen Sie auf diese Tür zu und erreichen sie völlig
atemlos und gerade noch rechtzeitig. Aber ganz kurz vor dem Einsteigen zögern
Sie Sie sind sich mit einem Mal nicht mehr sicher, ob es der richtige Zug ist.
Fährt er überhaupt dorthin, wo Sie hinwollen?
Das ist eine gute Frage! Dieses Buch soll Mut machen, genau solche Fragen an
unsere schnelllebige "digitale Gesellschaft" zu stellen. Um in diesen
entscheidenden Momenten zu zögern und Fragen zu stellen, muss man sehr mutig
sein. Wem nützt die angeblich stetig zunehmende Bedeutung von Computern,
Fernsehen, Internet und Co.? Nützt sie uns? Unseren Kindern? Oder den
Herstellern dieser Produkte? Worauf zielt überhaupt Medienerziehung? Fördert sie
das Bruttosozialprodukt? Bringt sie möglichst effizient medienkompetentes
Humankapital hervor? Oder unterstützt und fördert sie wirklich das Wachstum und
die Entwicklung zum Erwachsenen, der beziehungsfähig ist, frei denken und
selbstbestimmt handeln kann? Es geht um große Entscheidungen: Wie lernen Kinder,
wie lernen wir als Erwachsene einen selbstbestimmten und nicht süchtigen Umgang
mit Medien? Nehmen Sie sich daher Zeit für dieses Buch. Lassen Sie sich zum
Zögern ermutigen.
Dank
Ich bin sehr glücklich, so gute Freunde und Kollegen zu haben. Im Dialog mit
ihnen haben sich meine Ideen zur Erziehung und Selbsterziehung im sogenannten
Medienzeitalter erst entfalten können. Dank gebührt, stellvertretend für viele
andere, euch: Silvia Alvarado-Witt, Ulrich Bartosch, Heinz Buddemeier, Eva
Corino, Johannes Czaja, Ivan Illich, Edwin Hübner, Michael Myrtek, Judith
Ölschläger, Christian Pfeiffer, Uwe Pörksen, Sonja Schlegelmilch-Weis. Danke
auch an das Kollegium der Grundschule Wagenstadt und an die über 80 Elternpaare,
die mir Zeit für Interviews im Rahmen meiner Doktorarbeit geschenkt haben. Für
alles, was jetzt noch falsch ist oder holprig klingt, übernehme ich die volle
Verantwortung. Meiner Familie möchte ich danken, weil sie meine Arbeit am
Manuskript nicht nur durch ihren Einsatz und ihre Geduld überhaupt ermöglicht,
sondern auch inhaltlich bereichert hat.
Und einer jungen Mutter schulde ich noch besonderen Dank, nur weiß ich ihren
Namen nicht. Das kam so: Nach einem Vortrag tritt sie auf mich zu und drückt mir
die Hand, um sich bei mir persönlich zu bedanken. Erleichtert sei sie und fühle
sich nun weniger unter Druck gesetzt. Ich erkundige mich vorsichtig, welche Art
von Druck sie meine. Nun, die Anschuldigungen von den Großeltern und den
Nachbarn, was sie ihren Kindern da alles vorenthalte, wenn sie die Kleinen nicht
an den Fernseher und den Computer lasse, antwortet sie. Ich frage nach, wie alt
denn die Kinder seien. Die ältere Tochter ist vier, die jüngere zwei Jahre alt.
So weit ist es heute schon gekommen? Diese Begegnung hat mich erschüttert und
dadurch zum Schreiben motiviert. Dies geschah an einem Punkt, als ich ernsthaft
überlegte, ob ich mir die Nächte am Schreibtisch wirklich zumuten soll, ob ich
zusätzlich auf so viele Stunden gemeinsamer Zeit mit meiner Familie, vor allem
mit unseren drei wunderbaren und eigenwilligen Söhnen verzichten möchte, nur um
eines Buches willen. Diese unbekannte Mutter hat mir eindrücklich vor Augen
geführt, wie lohnend das Schreiben von "Medienmündig" ist, auch wenn ich nur ihr
und einer Handvoll anderer Eltern Mut machen würde: Mut zum zukunftsträchtigen
Zögern, Mut, nicht jedem Zeitgeisttrend blindlings zu folgen. Denn es geht ja um
unsere Zukunft, mehr noch um unsere

Inhalt

Inhalt Vorwort: Mut zum zukunftsträchtigen Zögern!11 Dank 12 Einleitung: Können wir noch ohne elektronische Medien leben? 14Wie Sie dieses Buch benutzen können 18 Landkarte - Was Sie in diesem Buch erwartet 19 Teil 1: Medienmündigkeit - Reifung braucht Zeit und Förderung braucht Methode 1 Mündig oder nur kompetent? 29 Plastikwort Medienkompetenz oder: Wer bedient hier wen? 29 Führerschein und Verkehrsmündigkeit 35 Die Pädagogik der Mündigkeit und ihre Vordenker 38 Bedrohte Freizeit: Hier hergestellt und da totgeschlagen 41 2 Den Kindern Raum und Zeit geben 44 Fit für welche Zukunft? - Nachhaltige, nicht nachhinkende Bildung 44 Weniger ist mehr? - Ein Exkurs zum Informationsbegriff 48 Spiel in Gefahr? - Fertigkost statt Raum für die Phantasie 50 Ritalin statt Geduld? - Bedürfnisaufschub, eine Kulturtechnik 54 Irren ist menschlich - und innovationsförderlich 58 Reihenfolge beachten! - Lauflernhilfe verhindert den aufrechten Gang 61 Magische oder monströse Momente? - Ein Computer für Neugeborene 64 3 Suchtprävention braucht menschliche Begegnung 67 Wie beugt man einer Sucht vor? 69 Gesundheit fördern und nicht nur Krankheit verhindern 71 Kinder stärken ist keine »Expertensache«!. 73 Exkurs: Computerspiel zwischen Faszination und Sucht 76 Was folgt daraus für die Vorbeugung gegen Mediensucht? 79 4 Medienmündig - Schritt für Schritt 83 Neue Medien für die Bildung? - Dreieinhalb Strohfeuer der Begeisterung 84 Die Welt mit allen Sinnen erfahren - Sensomotorische Integration 89 Die Grundlage des Zwischenmenschlichen - Kommunikationsfähigkeiten 92 Eigene Gestaltungskraft entwickeln - Produktionsfähigkeiten 95 Wahrnehmen, verstehen, verarbeiten, genießen - Rezeptionsfähigkeiten 97 Nie wieder Erziehung zur Unterordnung! - Kritische Reflexion erwünscht 98 Wirklich die Wahl haben und eine Entscheidung treffen können - Selektionsfähigkeit 103 5 Der wackelige Turm der Bildungsverlierer - die Basis fehlt 109 Was heißt überhaupt »privilegiert«? 109 Unter der digitalen Kluft liegt eine reale Schlucht 110 Sprich mit mir! - 30 Millionen Wörter zu wenig 112 Brücken bauen - Was zur Überwindung von Bildungsklüften beitragen könnte 116Teil 2: Was Erwachsene über Medien wissen sollten 6 Generation Bildschirmkartoffel? Mediennutzung und Medienausstattung 123 Ferngesteuerte Kindheit? - Elektronische Medien in Haushalt und Kinderzimmer 123 Überstunden am Bildschirm - Nutzungszeiten für verschiedene Altersgruppen 126 Bildschirmfreie Kindheit im 21. Jahrhundert - eine Untersuchung 129 7 Wie die Medien wirklich wirken. 133 Machen Medien dick, dumm, unkonzentriert, gewalttätig? 136 Exkurs zu Henne und Ei - Werden Sie selbst zum Medienforscher! 137 Der kleine Sims-Beziehungsratgeber 140 Die neue Seichtigkeit - Unsere Werkzeuge formen unsere Gedanken . 144 Vom Computerpionier zum Kritiker - Joseph Weizenbaum 146 8 Trau, schau, wem ... - das Einmaleins der Manipulation 149 Der Nörgelfaktor: Eltern manipulieren leicht gemacht 150 Connexity Kids - Wie man »Gemeinschaftserlebnisse« vermarktet 152 Computer bilden! So überreden wir auch die letzte Mutter zum Kauf 154 Wir sind die »digital natives« - unsere Eltern haben nichts zu sagen! 158Teil 3: Medienmündig werden - Tipps und Tricks für den Alltag 9 Bildschirmfreie Zone - Zaubertrank für alle? 163 Gerd: Totalverbot für Golfspielen? 167 10 Streit um Bildschirmnutzung - Kein Thema? 170 Sibylle: Es kommt immer was für Kinder! 172 Als Erwachsener mit gutem Beispiel vorangehen - auch beim Streiten 176 Führt ein Verbot zum späteren »Nachholen«? Eher nicht 179 11 (Keine) Alternativen zum Bildschirm-Babysitter 181 Nadja: Das Beste ist, die Kinder mit ihrer Langeweile zu konfrontieren 183 Bungee-Jumping statt Ballerspiel? Echte Alternativen müssen wachsen! 190 12 Die soziale Frage - Wie man nicht zum Außenseiter wird 195 Annette: ... anderen Eltern n

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